„Rede keinen Unsinn.“Rubys Tränen flossen weiter.Doch diesmal weinte sie nicht um Noah.Sie weinte um sich selbst.„Es stimmt“, sagte Ruby mit leerem Blick. „Jedes Mal, wenn ich Albträume habe, träume ich davon, dass niemand meinen Leichnam findet oder sich um meine Beerdigung kümmert.“Ihre Stimme wurde leiser.„Ich habe keine Familie und keine Freunde. Selbst im Tod wäre ich nichts weiter als Abfall.“Noah versuchte, sie zu beruhigen.„Dazu wird es nicht kommen.“Ruby schloss die Augen.Tief in ihrem Inneren lag eine Trauer, über die sie einfach nicht hinwegkam.Schon als Kind war ihr Leben völlig anders gewesen als das anderer Mädchen.Andere Kinder hatten Eltern.Ruby hatte keine.Ihre Welt hatte nur aus Gewalt und Tod bestanden.Man hatte ihr erzählt, dass ihre leiblichen Eltern sie für achttausend Euro verkauft hatten.Die Vorstellung, dass alle Eltern ihre Kinder liebten, war nichts als eine Lüge.Sie selbst war doch das Kind, das seine Eltern nicht geliebt ha
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