Tobias’ Auto stand auf einem Parkplatz. Er lehnte am Wagen und betrachtete die Umgebung.Es war eine ältere Wohnsiedlung aus den Sechzigern. Die grauen Plattenbauten standen in Reih und Glied, einer wie der andere. Der Putz bröckelte von den Fassaden, und die Treppenhäuser rochen nach altem Linoleum und kaltem Zigarettenrauch.Tobias stellte sich vor, wie Lena diesen Weg zehn, zwanzig Jahre lang gegangen war. Jede Jahreszeit hatte ihre Spuren hier.Da zog eine Stimme seine Aufmerksamkeit auf sich.„Luki, nicht so schnell! Du fällst noch hin!“Ein Junge im Oberstufenalter kam in Sicht, auf einem Skateboard. Er war noch ungeübt – kaum stand er drauf, fiel er auch schon wieder herunter.Hinter ihm folgten seine Eltern. Der Mann trug mehrere Tüten, die Frau lief besorgt hinter dem Jungen her, aus Angst, er könnte stürzen.„Keine Sorge, ich fall schon nicht. Hör auf zu nerven.“ Der Ton des Jungen war gereizt.Als Tobias das vage vertraute Gesicht sah, dämmerte es ihm blitzartig.Le
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