IsadoraDer Tag brach still an.Ich saß am Fenster des Zimmers, das in den letzten sieben Tagen meins gewesen war, in ein Laken gewickelt, der Körper noch gezeichnet von unsichtbaren Berührungen, das Haar offen über den nackten Schultern. Das Weinglas in meiner Hand zitterte leicht, obwohl ich nicht wusste, ob vor Kälte oder vor Zweifel.Sieben Nächte. Sieben Erlaubnisse. Sieben Versionen von mir selbst, die sich enthüllten, zerbrachen, neu formten. Athos war der Führer gewesen, doch der Weg, das erkannte ich jetzt, war ganz meiner gewesen.Er erschien in der Tür, wie er es immer tat, ruhig, ganz in Schwarz gekleidet, die grauen Augen durchbohrten mich wie Samt umhüllte Dolche.Zuerst sagte er nichts. Er kam nur näher, schweigend, bis er bei mir war.„Es ist die letzte Nacht“, sagte er, ohne Drama. Ohne Schwere in der Stimme. Doch in seinen Augen lag etwas … etwas, das die Ruhe Lügen strafte.Ich nickte, ohne ihn anzusehen.„Morgen kannst du gehen. Zurück in dein Leben. Zu allem, was
Last Updated : 2026-01-29 Read more