Ken erklärte geduldig: „Deine Großmutter meint es nicht böse. Sie macht sich einfach Sorgen, dass dir etwas passieren könnte.“Mila schniefte leise. „Aber Tante Evelyn würde mir doch niemals wehtun.“Ken sprach ruhig weiter: „Deine Großmutter sagt, dass du jeden Tag mit ihr telefonierst. Sie kennt Evelyn nicht und hat einfach Angst, dass du jemand Fremdem zu sehr vertraust. Und was, wenn doch etwas passiert? Du weißt doch, wie sehr sie dich liebt.“Mila spielte mit ihren Fingern, schmollte und schwieg. Sie war sich ganz sicher, dass Evelyn sie mochte und ihr niemals etwas antun würde.Sie liebte es, ihre Stimme zu hören, ihr beim Singen zuzuhören – es klang genauso warm wie die Stimme von Lottes Mutter, wenn sie für sie sang.Sie verstand zwar, was ihr Vater meinte, wusste aber nicht, wie sie erklären sollte, dass Evelyn ihr nichts Böses wollte. Ihre Gefühle ließen sich einfach nicht in Worte fassen.„Lass Papa das erst in Ruhe klären, ja? Danach kannst du wieder mit ihr sprechen
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