Serenas SichtDrei Tage waren vergangen, seit ich ins Gästezimmer umgezogen war. Drei Tage, in denen ich so tat, als bemerkte ich nicht, wenn Kael sich nachts davonstahl, um Lyra im Hauptschlafzimmer zu treffen. Drei Tage, in denen ich so tat, als wäre alles in Ordnung.Noch drei Tage bis zur Freiheit.Ich faltete gerade den Rest meiner Kleidung zusammen, als ein leises Klopfen an der Tür des Gästezimmers ertönte.„Serena? Darf ich reinkommen?“Es war Lyras Stimme.Ich zögerte, rief dann aber: „Ist offen.“Die Tür ging auf, und Lyra trat ein. Eine Hand lag schützend auf ihrem Bauch. Sie lächelte mich mit demselben zerbrechlichen, hilflosen Lächeln an, das sie Kael gegenüber immer zeigte.„Ich wollte mit dir reden“, sagte sie sanft und schloss die Tür hinter sich. „Ich habe das Gefühl, wir hatten nie die Gelegenheit, uns richtig kennenzulernen, und mit dem Welpen, der bald kommt, dachte ich, vielleicht könnten wir –“„Was willst du, Lyra?“, unterbrach ich sie, ohne vom Packen aufzublick
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