Serenas SichtIch starrte Kael an, wie er vor mir stand.Er sah furchtbar aus. Seine Kleidung war schmutzig und zerrissen, als hätte er sich im Dreck gewälzt. Sein Haar war ein einziges Durcheinander und stand in alle Richtungen ab. Seine Augen waren blutunterlaufen und wild, und darunter lagen dunkle Ringe, als hätte er nicht geschlafen. Er sah aus, als hätte er seit Wochen nicht richtig gegessen. Er wirkte wie ein Mann, der auseinanderfiel.Doch ich fühlte nichts.Was immer ich einmal für diesen Mann empfunden hatte, war gestorben. Es war gestorben in dem Moment, als ich sah, wie er seine Hand auf Lyras schwangeren Bauch legte und sie mit mehr Liebe ansah, als er mir jemals gezeigt hatte. Es war gestorben, als er mir ihretwegen ins Gesicht geschlagen hatte. Es war gestorben in den langen, kalten Nächten im Gästezimmer, während er bei ihr in unserem Schlafzimmer war.„Bitte sag etwas“, flüsterte Kael, und seine Stimme bebte vor Verzweiflung. „Irgendetwas. Schrei mich an. Schlag mich.
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