LéaIch wache mit einem Schreck auf. Der Morgen ist noch jung, ein blasses Licht filtert durch die Vorhänge. Ich liege auf der Couch, die Laken umschlingen mich wie ein zerbrochener Kokon. Die Erinnerung an die letzte Nacht verfolgt mich bereits. Nathan, seine Augen auf mich gerichtet, seine Hand ausgestreckt, dieser Kuss, den ich niemals für möglich gehalten hätte. Es war so real, so wahr, und doch scheint alles bereits zu entgleiten. Alles scheint bereits zerbrochen, bevor es überhaupt die Zeit hatte, sich wieder aufzubauen.Ich drehe meinen Kopf. Nathan ist da, reglos in seinem Sessel, sein Blick ins Leere gerichtet. Er hat sich nicht bewegt. Nicht einen Zentimeter. Vielleicht hat er sogar die ganze Nacht nicht geschlafen. Er ist erschöpft, und ich auch. Aber es ist die Angst, die mich erdrückt, diese dumpfe und heimtückische Angst, die mich seit dem Moment nagt, als ich diese Schwelle überschritt, als ich akzeptierte, in diesen Abgrund mit ihm zu fallen.Langsam stehe ich auf, mei
Última atualização : 2026-02-10 Ler mais