JadeIch kann mich nicht erinnern, seit ich hier eingetreten bin, normal geatmet zu haben.Alles ist zu viel: zu schön, zu berechnet, zu perfekt. Und doch bin ich hier, aufrecht, die Schultern steif, die Hände feucht, das Herz hämmernd, als versuche es, meine Rippen zu sprengen, und er, mir gegenüber, äußerlich unbewegt, aber jede Linie seines Gesichts, jede kleinste Spannung in seinen Fingern verrät eine Form von beherrschter Fiebrigkeit.Er schenkt mir Wein ein, und die rubinrote Flüssigkeit fließt langsam in das Glas, wie ein Versprechen, eine Provokation, ein langsamer Biss. Ich danke ihm mit halber Stimme, meine Augen lassen nicht von seinen, und doch gelingt es mir nicht zu verstehen, was hier wirklich geschieht, was er von mir erwartet, oder was ich ihm gerade anbiete, ohne ein Wort, ohne Bedingung.„Du bist angespannt“, murmelt er.„Du lädtst mich in eine Falle ein, die nach Wein und Kerzen duftet, Caleb. Was genau erwartest du von mir?“Er lächelt, sanft, fast zärtlich, aber
Last Updated : 2026-02-25 Read more