ELIANDer Kaffee ist fertig, schwarz, stark, bitter, ich trinke ihn allein, vor der großen Fensterfront im sechsten Stock, die Stadt breitet sich unter mir aus, still, verschwommen, grau, betäubt unter dem konturlosen Himmel, wie ein zu straff gezogenes Laken, ohne Falte, ohne Nuance.Hinter mir schlafen sie, atmen langsam, aber ich weiß, dass sie bereits die Leere spüren, das Abgleiten der Kontrolle, den Biss des Danach.Ich habe nicht geschlafen, ich suche nicht einmal mehr danach, die Nacht hat mir gegeben, was ich wollte, sie hat mir die Fragmente gelassen, die Spuren, die Kontrolle und noch etwas anderes, etwas, das ich noch nicht benannt habe, das aber in meinen Händen vibriert, in meinen Schläfen, in meinen Erinnerungen.Ich schließe die Augen und sehe es wieder.Lilia schreit auf, kein Schrei des Schmerzes, kein Schrei der Angst, ein roher, tiefer, tierischer Schrei, ein Schrei der Hingabe, des Überschreitens, der inneren Zerstückelung, ihre Stimme zerschellt an den Wänden, ze
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