Kapitel – Serelis (jüngster Sohn, Alpha-Sohn)Der Morgen hatte kaum begonnen, und doch war die Luft bereits elektrisch geladen. Ich saß auf der obersten Stufe der Treppe, die Hände auf den Knien verschränkt, die Augen halb geschlossen, und beobachtete die Szene in der Küche. Kaelith stand da, sein Wolf ruhig, seine Präsenz klar und stark, neben ihm Nyra – die Vampirin, die ich längst gespürt hatte, bevor er überhaupt ein Wort gesagt hatte. Mein Instinkt war ruhig, fast meditativ, und gleichzeitig scharf wie ein Messer. Alles in mir nahm die kleinsten Veränderungen wahr: den Herzschlag von Kaelith, den subtilen Geruch von Nyra, die Spannung in Rivenas Muskeln, Lyseras analytische Präsenz, den ruhigen, aber prüfenden Blick meines Vaters.Ich konnte die Schwingungen ihres Blutes spüren, die Wärme ihrer Haut, die Kühle, die unter der Oberfläche lauerte. Vampirblut. Nicht gewöhnlich, nicht gewöhnlich schwach. Stark. Voller Kontrolle, aber doch lebendig. Kaelith hatte keine Zweifel gehabt,
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