LOGINElara ist verzweifelt. Ohne Job, ohne Geld und mit einer drohenden Kündigung über dem Kopf stolpert sie buchstäblich in das luxuriöse Firmengebäude von Aero Industries — und direkt in die Arme des gefährlichsten Mannes, den sie je gesehen hat. Aero. Kalt. Dominant. Unnahbar. Und ihr neuer Chef. Was Elara nicht weiß: In dem Moment, in dem sie ihn berührt, erkennt Aero die Wahrheit, die sein innerer Wolf sofort akzeptiert hat. Sie ist seine Gefährtin. Doch Aero schweigt. Statt ihr die Wahrheit zu sagen, stellt er sie als seine persönliche Sekretärin ein — fest entschlossen, sie in seiner Nähe zu behalten, bis er entscheidet, was mit ihr geschehen soll. Aber Elara ist nicht das schwache Mädchen, für das er sie gehalten hat. Sie widerspricht ihm. Sie stellt ihn infrage. Und sie bringt seine perfekte Kontrolle gefährlich ins Wanken. Je länger Aero sein Geheimnis verbirgt, desto stärker wird die Anziehung zwischen ihnen — und desto verheerender wird der Moment, in dem Elara die Wahrheit erfährt. Denn Gefährtenbindung bedeutet nicht nur Schicksal… …sondern auch Besitz.
View MoreKapitel 1: Letzte Chance
Elara starrte auf die E-Mail, bis die Buchstaben vor ihren Augen verschwammen. Sie hatte sie schon so oft gelesen, dass ihr die Worte wie ein Echo in den Schädel hämmerten: „Wir müssen Ihnen leider mitteilen…“ Natürlich mussten sie das. Jeden. Einzelnen. Mal. Jede Absage fühlte sich wie ein kleiner Dolch in ihrem Rücken an, unsichtbar, aber schmerzhaft. Sie ließ den Laptopdeckel langsam zuklappen und lehnte sich in ihrem wackeligen Küchenstuhl zurück. Die kleine Wohnung war still – zu still. Selbst der Kühlschrank brummte heute irgendwie vorwurfsvoll, als würde er ihre Misere kommentieren. Staubkörnchen tanzten im Licht der Morgensonne, das durch die schmalen Fenster fiel. Absage Nummer zwölf. Ein trockenes Lachen entwich ihr, leise, bitter. „Läuft ja großartig, Elara.“ Sie fuhr sich durch die Haare, die noch am Morgen gepflegt wirkten, jetzt aber zerzaust auf ihrem Kopf standen. Ihr Blick wanderte durch die kleine Küche: der Küchentisch mit halb leeren Kaffeetassen, der Notizzettel, auf dem sie die Termine für Vorstellungsgespräche kritzelte, und die vergilbten Rechnungen, die sich in einer Ecke stapelten. Sie konnte die Zahl auf ihrem Handy auch so erahnen, ohne hinzuschauen. Kontostand: erbärmlich. Miete: überfällig. Geduld ihres Vermieters: vermutlich längst aufgebraucht. Ein dumpfer Druck legte sich auf ihre Brust, schwer wie Blei. Sie durfte jetzt nicht zusammenbrechen. Nicht heute. Mit einem tiefen Atemzug griff sie nach dem zerknitterten Notizzettel neben ihrem Laptop. Darauf stand in hastiger Schrift: Aero Industries — Vorstellungsgespräch — 10:00 Uhr Ihr Blick wanderte zur Uhr an der Wand: 9:12. Ein nervöses Kribbeln breitete sich in ihrem Magen aus, wie Schmetterlinge, die gegen das Gitter ihres Käfigs schlugen. Dies hier… war ihre letzte Chance. ⸻ Sie sprang auf, griff hastig nach ihrer Mappe und warf sich die Jacke über die Schultern. Jede Bewegung fühlte sich an wie in Zeitlupe, als würde die Welt versuchen, sie zu stoppen. Auf dem Weg zur Tür stolperte sie über einen Stapel Zeitschriften. Ein kurzer Fluch entwich ihr, als sie sie wieder aufrichtete. „Konzentrier dich, Elara. Ein Schritt nach dem anderen.“ Die Straßen draußen waren bereits voller Menschen. Der Verkehr pulsierte wie ein Herz aus Stahl und Asphalt. Autos hupten, Busse quälten sich durch den dichten Morgenverkehr, und irgendwo klingelte ein Fahrradfahrer seine Klingel, der sich durch die Menschenmassen drängte. Der Bus war zu spät. Natürlich war er das. Elara drängte sich durch die Menge, spürte Arme und Rucksäcke an ihren Schultern, hörte die gedämpften Gespräche um sie herum, das Klacken von Schuhen auf dem Boden, gelegentliches Husten oder Räuspern. Jede rote Ampel fühlte sich wie ein persönlicher Angriff an. Sie überprüfte zum fünften Mal ihre Bewerbungsmappe: Lebenslauf. Zeugnisse. Motivationsschreiben. Alles da. „Bitte lass das funktionieren“, murmelte sie leise vor sich hin, ihre Finger strichen nervös über die Mappe. ⸻ Der Bus kam, quietschend und schnaufend, hielt direkt vor ihr. Sie drängte sich hinein, quetschte sich zwischen fremde Körper und spürte sofort die Wärme, die Schweißgerüche, den Geruch von Parfum und feuchtem Regenmantel. Jede Bewegung war eng, unbequem, klaustrophobisch. Sie spürte, wie ihr Herz schneller schlug, wie sich ihre Hände feucht anfühlten. „Nur noch fünf Minuten zur Etage 32…“ dachte sie immer wieder, ein Mantra gegen die Nervosität. ⸻ Als der Bus endlich vor dem glänzenden Geschäftsviertel hielt, sprang sie fast aus der Tür, noch bevor sie vollständig geöffnet war. Ihre Schuhe klackten auf dem Pflaster, und sie rannte durch den Menschenstrom Richtung Gebäude. Und dann sah sie es. Das Gebäude von Aero Industries. Ihr Schritt stockte. Heilige… Es ragte wie ein Monolith aus Glas und Stahl in den Himmel, spiegelte das graue Morgenlicht und wirkte unnahbar, mächtig, teuer. Eine Welt, die nicht ihre war. Elara schluckte, straffte die Schultern und ging los. Du brauchst nur den Job. Nicht einschüchtern lassen. Leichter gesagt als getan. ⸻ 9:58 Uhr Zwei Minuten. Nur noch zwei Minuten. Elara hastete durch die gläsernen Drehtüren in die Lobby – und blieb abrupt stehen. Wow. Makelloser, cremefarbener Marmorboden. Hohe Decken, Designer-Lichtinstallationen, irgendwo plätscherte Wasser aus einem Brunnen. Luxus, Macht, Perfektion in jedem Detail. Und sie… fühlte sich klein, fehl am Platz, unzureichend. „Kann ich Ihnen helfen?“ Elara zuckte leicht zusammen. Die Empfangsdame, perfekt gestylt, lächelte effizient, nicht herzlich. Elara stotterte: „Ich— ja. Elara Voss. Ich habe um zehn ein Vorstellungsgespräch.“ Die Frau tippte etwas in den Computer, nickte. „Personalabteilung, Etage 32. Die Aufzüge dort drüben.“ „Danke.“ Tief durchatmen. Schritt für Schritt. Sie trat in den Aufzug. Jede Sekunde fühlte sich wie eine Ewigkeit an.Kapitel 62 – Hinweise und ZweifelAeroJede Sekunde fühlte sich an wie ein Schlag. Elara war verschwunden, und obwohl ich ihre Präsenz noch schwach spürte, war sie verschwunden, als hätte die Welt sie verschluckt. Mein Wolf brüllte, wild, ungeduldig, voller Panik und Zorn, doch ich zügelte ihn. Jede Aktion musste überlegt, präzise sein. Kein Fehler. Nicht jetzt.Kaelen und die Beta hatten sich entlang der möglichen Fluchtwege positioniert, jede Straße, jede Gasse, jeder Schatten überwacht. Doch selbst mit ihrem scharfen Blick, mit der Kraft des Rudels, war Elara verschwunden. Mein Herz raste, mein Wolf heulte innerlich. Ich konnte spüren, dass sie in Sicherheit war – zumindest teilweise. Irgendetwas in der Luft sagte mir das. Aber wo? Wer? Warum?„Alpha… wir haben etwas“, meldete Kaelen nach einer Minute, die sich wie Stunden anfühlte. „Ein Hinweis. Keine direkte Spur… aber eine Präsenz. Schwach, aber stabil. Nordöstlich von hier, abgelegene Gegend. Keine Zerstörung, kein Kampf, nur…
Kapitel 61 – Die Jagd nach ElaraAeroDie Minuten dehnten sich wie Stunden. Jeder Atemzug fühlte sich an wie ein Gewicht auf meiner Brust, mein Herz raste, mein Wolf war vollständig entfesselt. Elara war verschwunden. Verschwunden! Und ich konnte spüren, wie die Gefahr in der Luft hing, unsichtbar, aber deutlich – bedrohlich.„Kaelen! Beta! Ich brauche jede Information, jeden Hinweis, sofort!“ Ich rannte die Straße entlang, die Hände um das Telefon geklemmt, die Augen wie ein Falkenblick über die Umgebung. Jede Ecke, jede Gasse, jede Abweichung im Boden, jeder Schatten konnte ein Hinweis sein. Mein Wolf war in Alarmbereitschaft, spürte jede Bewegung, jede Veränderung, jede noch so kleine Unregelmäßigkeit in der Umgebung.Kaelen antwortete hektisch. „Alpha… wir scannen alles, jede Kamera, jeden Zugang. Keine Hinweise, außer dass sie von der Insel verschwunden ist. Aber…“ Seine Stimme stockte, und ich konnte die Anspannung spüren, die er kaum verbergen konnte. „…irgendetwas stimmt nicht
Kapitel 60 – Gefangen, aber beschütztElaraAlles geschah zu schnell. Ein starker Ruck, kalte Hände, die mich packten, ein kurzer Schmerz, ein Schrei, den ich kaum kontrollieren konnte – und plötzlich war ich weg. Weg von meinem sicheren Paradies, weg von Aero, weg von allem, was ich kannte.Panik brach in mir aus, wild, ungestüm. Mein Wolf war sofort wach, sprang an die Oberfläche meines Bewusstseins, jaulte, schnappte nach jeder Bewegung. Ich trat, schrie, versuchte zu entkommen, doch alles war zu stark, zu schnell. Ich spürte die Professionalität des Mannes, der mich hielt – hart, effizient, keine Zögern, keine Emotionen außer der Pflicht.„Wer… wer sind Sie? Was… was passiert hier?“, keuchte ich, mein Herz raste, mein Atem schwer.Keine Antwort. Nur der Fahrtwind, das Dröhnen des Motors, das Rattern eines unruhigen Fahrzeugs über unebenen Boden. Ich konnte kaum sehen, die Sonne verschwand hinter Wolken, und das Adrenalin schoss durch meinen Körper.Mein Wolf schrie, wild, aggressi
Kapitel 59 – Die Jagd beginntAeroJede Faser meines Körpers schrie Alarm. Elara war verschwunden. Mein Herz raste, mein Wolf war in vollster Alarmbereitschaft. Ich spürte das Brummen der Panik tief in meiner Brust, spürte die Instinkte, die mich trieben, jede Sekunde, jede Entscheidung, jeden Atemzug.Die Landung auf dem Festland hatte keine Zeit verschwendet. Kaelen und das Rudel warteten bereits am kleinen Hafen, die Augen wachsam, die Sinne angespannt, als hätten sie die Gefahr gespürt, bevor sie sichtbar wurde. Ich sprang von Bord, spürte den harten Asphalt unter meinen Füßen, das Dröhnen des Motors in meinem Rücken. Jeder Schritt war präzise, geplant, kein Moment verschenkt.„Wo ist sie?“ Meine Stimme war scharf, aber kontrolliert, ein Alpha-Befehl, der das Rudel sofort in Bewegung setzte. Ich spürte, wie Kaelen und die Beta auf meine Energie reagierten, ihre eigenen Kräfte bündelten. Jeder Instinkt aktiviert. Jeder Muskel bereit.Kaelen meldete sich sofort: „Keine Sichtungen in