Kapitel – LyseraLysera wachte auf, bevor der Wecker klingelte. Noch während sie ihre Augen schloss, spürte sie die Energie des Hauses, den Herzschlag der Familie, den leisen Druck ihres Rudels. Anders als Kaelith sprang sie nicht sofort auf. Sie lag noch einen Moment da und beobachtete die Muster um sich herum: Die Sonne fiel gerade durch die Vorhänge, die Luft war kühl, der Duft von Kaffee schwebte aus der Küche. Ihr Wolf war ruhig, konzentriert, wach. Sie liebte diesen Moment, diese Stille vor dem Chaos, die wenigen Minuten, in denen sie allein war – oder zumindest so tat, als sei sie allein.Sie setzte sich auf, streckte sich, die Muskeln geschmeidig. Lysera dachte sofort an Kaelith. Er würde wieder früh wach sein, wahrscheinlich schon trainieren oder ungeduldig durch das Haus laufen. Genau wie ihr Vater. Diese Art, die Welt zu erfassen, direkt, instinktiv, entschlossen – Kaelith lebte in dieser direkten Energie, während sie selbst lieber analysierte, beobachtete, plante.Nach ein
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