ClaraDas Haus schläft, aber ich finde keinen Schlaf.Das Schweigen der Nacht dehnt sich wie eine zu schwere Decke, umschließt und erstickt mich zugleich.Jedes Ticken der Uhr wird zu einem dumpfen Schmerz.Die Zeit vergeht langsam, unerbittlich.Ich erhebe mich aus dem Bett, langsam, fast automatisch.Ich löse meine Haare, schwer vor Müdigkeit, und lasse sie in einer Kaskade auf meine nackten Schultern fallen.Ich stehe vor dem Spiegel, nackt, verletzlich, mir selbst ausgesetzt.Meine Augen suchen in diesem Spiegelbild eine Frau, die noch geliebt, noch begehrt wird.Aber das Gesicht, das mich ansieht, ist das einer Fremden."Wer bist du?", flüstere ich, meine Stimme bricht.Ich strecke mich dem Spiegel entgegen, als wollte ich dieses Gesicht berühren, das ich nicht mehr erkenne."Komm zurück… komm zu mir zurück."Ich berühre meine Haut mit den Fingerspitzen,
Last Updated : 2026-03-13 Read more