Das Schweigen, das auf Sofias Ausgang aus Lorenzos Büro folgte, war nicht das produktive Schweigen, das er so schätzte; es war eine klangliche Abwesenheit, als ob der Sauerstoff aus dem Raum gesaugt worden wäre und nur ein steriles Vakuum zurückließe. Lorenzo blieb reglos hinter seinem Ebenholztisch stehen, die Hände zu Fäusten geballt, so fest, dass die Knöchel weiß wurden. Er hatte jedes ihrer Worte wie ein Urteil gehört, aber der Stolz – jener grausame Meister, der ihn fünfunddreißig Jahre lang regiert hatte – weigerte sich, nachzugeben.Im Penthouse wurde die Szene des Desasters physisch. Sofia schrie nicht, während sie ihre Koffer packte. Das Geräusch, das durch den Granitkorridor hallte, war das von Schubladen, die mit eisiger Präzision geöffnet und geschlossen wurden. Lorenzo, der ihr in einem Impuls gefolgt war, den er selbst nicht erklären konnte, blieb an der Schwelle der Ost-Suite stehen. Er beobachtete, wie sie ihre Kleider faltete, ihre Bewegungen ein umgekehrtes Spiegelb
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