Dreißig Millionen. Nach dieser Ansage war es so still im Saal, dass man das Knistern der Kerzen hätte hören können. Raphaël lief den Gang entlang, ganz langsam, als gehöre ihm der Laden.Ohne zu fragen, setzte er sich direkt neben Élodie. Sofort stieg ihr dieser Geruch in die Nase – kalter Tabak und teures Parfüm, sein typischer Duft. Er war so dreist, ihr einfach die Bieterkarte aus der Hand zu reißen.„Gib mir das wieder“, zischte sie. Sie bebte vor Wut. „Wir haben nichts mehr miteinander zu tun, Raphaël. Hör auf mit dieser Show.“Er guckte nicht mal zu ihr. Er starrte stur nach vorne, lehnte sich aber so nah an sie ran, dass sie seinen Atem am Ohr spürte.„Ach, Élodie“, spottete er leise. „Heute Abend glaubt ganz Paris, dass wir noch zusammen sind. Du willst den Saphir, oder? Pass auf: Ich verpulvere jeden Cent, den ich habe, um dir jeden Wunsch zu erfüllen. Aber ich kann auch dafür sorgen, dass du gar nichts kriegst, wenn du weiter dieses Theater mit deiner ‚Freiheit‘ abziehst. Su
Last Updated : 2026-03-31 Read more