Élodies Finger erstarrten mitten über der Tastatur.Das Klackern hörte schlagartig auf. Eine schwere Stille senkte sich über das Studio, nur das monotone Trommeln des Regens war noch zu hören.Sie blinzelte. Einmal, zweimal.Raphaël.Die Bilder aus jenem VIP-Korridor im Krankenhaus schossen ihr wie eine physische Attacke durch den Kopf. Der stechende Geruch von Desinfektionsmittel. Die grenzenlose Verachtung in seinen schwarzen Augen. Die Schnipsel der Scheidungspapiere, die auf den Teppich segelten. „Du gehst nirgendwohin, Élodie. Niemals.“Langsam drehte Élodie den Kopf zu Léonard. In ihrem Blick flackerte ein scharfes, gefährliches Licht auf.Der Mann, der sie wie ein billiges Möbelstück behandelt hatte, der Mann, der lächerliche 50.000 Euro verweigert hatte, um das Leben ihres Vaters zu retten... dieser Mann war nun bereit, blind einen Blankoscheck auszustellen, um die Künstlerin anzuflehen, die er so sehr bewunderte. Ohne zu ahnen, dass sie es war.Die Ironie war so gewaltig, das
Read More