Lorenzo Ich wache mit ihr in meinen Armen auf. Es ist das erste Mal seit Monaten, seit jener Nacht, seit der Hölle, die wir durchschritten haben. Das erste Mal, dass ich in ihrem Bett aufwache, in ihren Laken, in ihrer Intimität. Das erste Mal, dass ich die Augen öffne und das Erste, was ich sehe, sie ist. Das Morgenlicht dringt durch die Vorhänge, sanft, golden, fast flüssig. Es streichelt die Wände des Zimmers, streift die Möbel, zeichnet wechselnde Muster auf das Parkett. Es ist ein Frühlingslicht, lau und verheißungsvoll, das nach Erneuerung und besseren Tagen duftet. Giulia schläft noch. Ihr Kopf ruht auf meiner Schulter, ihr Arm liegt auf meiner Brust, ihre Haare sind auf dem Kissen verstreut wie ein dunkler Fluss. Sie atmet sanft, friedlich, ohne Albträume, ohne Aufschrecken, ohne nächtliche Ängste. Ihr Gesicht ist entspannt, friedvoll, fast kindlich. Sie war noch nie so schön wie in diesem Moment, verletzlich und vertrauensvoll, hingegeben im Schlaf. Ich wage nicht, mich
Magbasa pa