Kapitel 5: Das BadPOV RosyDas Zimmer, das Bella mir gegeben hat, ist perfekt. Zu perfekt. Gemütliches Bett, antike Kommode, Blick auf den schlafenden Garten. Es riecht nach Bienenwachs und Sauberkeit, nach absoluter Ordnung. Die Antithese zu meinem Pariser Atelier, vollgestopft mit Leinwänden und Skizzenbüchern. Hier ragt nichts hervor. Hier ist alles unter Kontrolle.Alles, nur ich nicht.Das Bild von ihm, in diesem Fitnessraum, verlässt mich nicht. Es läuft in einer Endlosschleife hinter meinen Augenlidern ab, wie ein obsessiver Film. Die Kraft seiner Bewegungen, die Konzentration auf seinem Gesicht, die Art, wie er den Raum gefüllt hat, als er herauskam … Es ist stärker als ich. Es ist stärker als Loyalität, als Vernunft. Es ist ein animalischer, primitiver Ruf, den ich noch nie mit solcher Heftigkeit gespürt habe.Ich muss die Stunden der Reise abstreifen, den Staub des Flughafens, aber vor allem die Unruhe, die er in mir ausgelöst hat. Ich brauche Wasser, Wärme, ein Ritual, um
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