Als sie die Stadtgrenzen von Berlin erreichte, war die Dämmerung bereits eingebrochen. Die Stadt leuchtete. Es war kein technokratisches, in purpurnen Frequenzen pulsierendes Licht mehr. Es war ein warmes, unregelmäßiges Leuchten von unzähligen, individuellen Lebensräumen.Mina blieb am Rande des Tiergartens stehen. Sie war nun eine Fremde. Die silbernen Sporen im Boden, die ihr früher „gehorcht“ hatten, waren für sie nun nichts weiter als Moos. Sie konnte ihre Hand auf eine Wand legen und fühlte nur den kalten, rauen Stein – keine Daten, keine Vergangenheit, keine Architektur.Sie schlenderte durch die Straßen, und es war eine absurde Erfahrung: Sie sah Menschen, die Resonatoren benutzten, um ihr Leben zu vereinfachen, und sie fühlte sich wie ein Archäologe, der eine Zivilisation beobachtet, deren Sprache er zwar versteht, deren Herzschlag er aber nicht mehr teilen kann.Sie erreichte das Bode-Museum. Die Bibliothek, ihr ehemaliger Rückzugsort, wirkte nun wie ein Monument vergangener
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