Als sie schließlich Berlin erreichte, war die Stadt kaum wiederzuerkennen. Die Menschen hatten begonnen, die Ruinen der alten Welt nicht mehr als Zeichen des Untergangs zu sehen, sondern als Leinwand.Überall an den grauen Betonwänden der Museen und Hochhäuser entstanden Wandmalereien. Sie waren keine Kunst im Auftrag einer KI, sie waren Ausdruck von Wut, Hoffnung und der schieren Überwältigung der Freiheit. Mina ging durch die Straßen, und für einen Moment hatte sie das Gefühl, die Seele der Stadt wiederzuerkennen. Es war laut, es war chaotisch, es war voller Reibung.Sie traf Kael wieder, dort am Bode-Museum, wo alles begonnen hatte. Kael sah älter aus, doch ihre Augen waren klarer.„Du hast den Stecker gezogen“, sagte Kael, ohne sie zu begrüßen. „Die ersten Wochen waren die Hölle. Suizidraten, Depressionen, totale Anarchie in manchen Bezirken. Aber dann… dann haben sie angefangen, zu sprechen.“„Es ist der einzige Weg“, antwortete Mina.„Ist er das?“, Kael trat an den Rand der Spre
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