Elenas Perspektive Die Lüge lag schwer in meinem Hals, als ich Marcus zum Abschied küsste. „Ich werde drei Nächte weg sein“, sagte ich leise und berührte seine Brust. „Lisas Schwester geht es wirklich schlecht. Die Kinder, die Scheidung… Ich habe versprochen, bei ihr zu übernachten und zu helfen.“ Marcus suchte lange in meinen Augen. Der Verdacht war da, scharf und schmerzhaft, doch er zog mich trotzdem in seine Arme. „Drei Nächte“, wiederholte er mit tiefer Stimme. „Elena… wenn etwas nicht stimmt, kannst du es mir sagen. Ich weiß, dass ich distanziert war. Ich weiß, dass ich Mist gebaut habe. Verschwinde nur nicht einfach von mir.“ Schuldgefühl bohrte sich wie ein Messer in meinen Magen. Ich küsste ihn tiefer, versuchte die Stimme zum Schweigen zu bringen, die schrie, dass ich ein Monster war. Als ich mich endlich löste, wirkten seine Augen gequält. „Ich liebe dich“, flüsterte
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