Elenas SichtEr kam mitten in der Nacht.Elena lag noch wach in der kleinen Wohnung, die sie seit dem Interview als vorübergehenden Rückzugsort nutzte. Das Prepaid Handy lag auf dem Nachttisch. Die Nachrichten über das Interview liefen in Endlosschleife Unterstützung, Empörung, Spekulationen. Die öffentliche Meinung hatte sich gedreht, genau wie geplant.Als das Schloss der Wohnungstür leise klickte, wusste sie sofort, wer es war. Damien hatte immer Wege gefunden. Sie setzte sich auf, das Herz schlug einmal zu heftig, dann wurde es ruhig. Sie hatte damit gerechnet, dass er kommen würde. Nur nicht so schnell.Er stand im Türrahmen, die Schultern angespannt, das Gesicht im Halbdunkel kaum zu erkennen. Kein Anzug. Nur ein dunkler Pullover und Jeans. Die Hände leer.„Du hättest das nicht tun sollen“, sagte er leise.Elena blieb sitzen. „Doch. Ich musste.“Er trat näher. Die Tür fiel hinter ihm ins Schloss. Er bewegte sich langsam, als wolle er sie nicht erschrecken – oder als fürchte er,
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