Die Kälte kroch durch die Ritzen der abgedunkelten Wohnung, als Elena am Fenster stand und auf die Straße hinabsah. Der Regen hatte aufgehört, aber der Wind war geblieben, heulte um die Ecken, ließ die Lichter der Stadt flackern wie Kerzen, die gleich erlöschen würden.Hinter ihr lag Marcus auf dem Boden, die Hände gefesselt nicht mit Seil, sondern mit Kabelbindern, die sie in der Küchenschublade gefunden hatte. Sein Gesicht war noch schlimmer als vor einer Stunde. Die Schwellung hatte zugenommen, das Blut war getrocknet, klebte an seiner Wange wie eine zweite Haut.Aber das war nicht das Schlimmste.Das Schlimmste war Damien, der lässig auf ihrem Sofa saß, als hätte er jede Minute dieses Abends geplant. Seine Beine waren übereinandergeschlagen, seine Hände ruhten auf den Armlehnen, seine Augen waren auf Elena gerichtet kalt, berechnend, amüsiert."Du hast dich verändert", sagte er. Seine Stimme war weich, fast zärtlich. "Das gefällt mi
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