Luna zögerte nicht. Mit einer Bewegung, die all ihren verbliebenen Lebenswillen forderte, schoss ihre Hand nach vorne und umschloss den pechschwarzen Kristall. In dem Moment, als ihre Finger den Seelendolch der Schatten berührten, fraß sich eine eiskalte, lähmende Taubheit ihren Arm hinauf. Der Kristall pulsierte nicht mehr nur im Rhythmus ihres Herzens – er saugte sich an ihrer Seele fest.„Möge die Finsternis dir gnädig sein, Heilerin“, raunte das hohle Echo des allerersten Schatten-Alphas, als die Throne der verlorenen Könige um sie herum im Nichts versanken.Die Obsidianwand vor Luna verflüssigte sich erneut. Sie stürzte hindurch, zurück in den engen, von violettem Seuchenregen peitschenden Korridor des Labyrinths.Das Szenario, das sich ihr bot, war der absolute Nullpunkt des Entsetzens.Aiden, die gigantische Bestie aus rauchender Pestilenz, hatte Elena in die Enge getrieben. Der Klon lag am Boden, die Knochenklinge zersplittert, das Gesicht eine Fratze aus purer, menschlicher T
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