KAPITEL 35: SCHATTEN, DIE NIEMAND SIEHT **Aus Beatrice’ Perspektive**Die letzten zwei Häuserblocks bis zu Iris’ Haus fuhr ich mit ausgeschalteten Scheinwerfern. Das war eine alte Gewohnheit. Eine vorsichtige Gewohnheit, die aus Gründen entstanden war, die Vorsicht erforderten. Ich parkte unter der breiten Eiche am Ende von Iris’ Straße, saß einen Moment da und lauschte, wie der Motor abkühlte, stieg dann aus und ging den Rest des Weges durch die Dunkelheit.Ich hatte allen Grund zur Sorge.---Iris hatte schon geöffnet, noch bevor ich geklopft hatte.Das hatte sie schon immer gekonnt: Ankünfte spüren, die Veränderung in der Luft wahrnehmen, wenn jemand kam, den sie kannte. Keine Fähigkeit, die sie gelernt hat. Etwas, mit dem sie geboren worden war.Etwas, von dem ich schon seit Jahren wusste, dass sie es konnte. Sie stand in der Tür, eine Strickjacke um die Schultern gelegt, mit dem Ausdruck von jemandem, der auf mich gewartet hatte.„Du bist später dran, als ich erwartet hatte“,
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