KAPITEL 70: DER VOLLMOND NÄHERT SICH **Marias Perspektive**Luna fiel zum zweiten Mal noch vor Mittag hin.Sie war nicht gestolpert. Es gab nichts, worüber sie hätte stolpern können. Sie ging einfach nur durch den Raum, drei Schritte, vielleicht vier, und dann funktionierten ihre Beine plötzlich nicht mehr so, wie Beine eigentlich funktionieren sollten. Sie knickten unter ihr ein, als hätte jemand die Fäden durchtrennt, und sie sank langsam zu Boden, und ich fing sie auf, bevor sie auf dem Boden aufschlug, und hielt sie fest, und sie sah mit diesen großen Augen zu mir hoch und sagte: „Mir geht’s gut, Mama.“Es ging ihr nicht gut.Kai ging es auch nicht gut.Er lag noch im Bett. Schlief immer noch, schon die dritte Stunde in Folge, seine Brust hob und senkte sich zu langsam, sein Gesicht war zu blass, kleine Finger krallten sich in das Kissen, als würde er sich an etwas festhalten, das ich nicht sehen konnte.Ich zog Luna zurück ins Bett, deckte sie neben ihrem Bruder zu, setzte mic
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