Evelina stand ein paar Sekunden vor dem offenen Koffer und starrte auf die wenigen zusammengefalteten Kleidungsstücke darin. Es war seltsam zu begreifen, dass ein ganzes Leben in so wenig Platz passen konnte. Ein paar Kleidungsstücke, Hygieneartikel, ein Buch, das sie noch nicht zu Ende gelesen hatte, eine Haarbürste, ein zartes Parfüm, das sie nach dem Duschen gerne auflegte, und kleine Gegenstände, die jeden Ort irgendwie ein bisschen mehr nach ihrem eigenen aussehen ließen. Nichts sehr Wertvolles. Nichts Großartiges. Nur Fragmente einer Existenz, die sie noch immer aufzubauen versuchte. Kols Haus war ein Zufluchtsort gewesen, als sie ihn brauchte. Ein sicherer, freundlicher Ort, wo sie ohne viele Fragen aufgenommen worden war. Dort hatte Evelina Arbeit, Routine, Gesellschaft und eine Art von einfachem Frieden gefunden, von dem sie nicht wusste, dass sie ihn brauchte. Trotzdem war es nicht ihr Zuhause. Vielleicht war es das nie gewesen. Langsam schloss sie den Koffer und fuhr mi
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