Kapitel 91Alberts Perspektive„Dein Vater war allem Anschein nach ein guter Mann. Ein Arbeiter in einer der Fabriken, arm, aber ehrlich. Er machte ihr einen Heiratsantrag, als er von ihrer Lage erfuhr, und verschaffte ihr Ansehen, als sie keines hatte. Er hat sie gewissermaßen gerettet.“ Aston setzt sich endlich hin, beugt sich vor und verschränkt die Hände zwischen den Knien. „Aber Kendall hat ihr nie verziehen, dass sie sich für das arme Leben mit deinem Vater entschieden hat, statt für den unmöglichen Traum, mit ihm zusammen zu sein. Und er hat unserem Vater nie verziehen, dass er sie vertrieben hat. Da hat sich der Hass zwischen uns wirklich verfestigt, Albert. Denn ich … ich war erleichtert, als sie ging.“„Erleichtert?“ Das Wort kommt kaum mehr als ein Flüstern über seine Lippen.„Weil es bedeutete, dass ich nicht zusehen musste, wie Kendall wieder gewann. Nicht mit ansehen musste, wie er auserwählt wurde, geliebt wurde, all das war, was unsere eigene Mutter an mir nie liebensw
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