Kapitel Elf: Mitternacht auf der StationZara setzte sich im Gästebett auf, beide Hände flach auf ihren Bauch gepresst, während ihr Atem irgendwo zwischen Lunge und Kehle stecken blieb. Der Krampf, der sie aus dem Schlaf gerissen hatte, war nicht der leise, anhaltende Schmerz, mit dem sie sich seit Tagen herumgeschlagen hatte. Dieser war schärfer. Drängender. Die Art von Schmerz, die deine volle Aufmerksamkeit fordert und sich nicht wegdiskutieren lässt.Sie atmete durch die Nase ein, langsam und bewusst, und wartete darauf, dass er vorbeiging – so, wie man etwas abwartet, das man nicht kontrollieren kann: mit zusammengebissenen Zähnen und einem völlig starren Körper.*Nicht jetzt*, dachte sie. *Bitte, nicht jetzt.*Der Krampf ließ allmählich nach und hinterließ eine tiefe, pochende Empfindlichkeit, die sie dazu brachte, sich nach vorne über ihre Knie zu lehnen. Ihr Herzschlag war laut in dem stillen Raum. Sie presste ihre Handflächen fester gegen ihren Unterleib, als könnte der Druck
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