Die Korridore des inneren Palastes waren immer kalt, aber heute Nacht schien die Kälte direkt in Kaelythis Knochen zu sickern. Sie ging mit einem schnellen, gemessenen Schritt. Ihr Geist war ein chaotisches Durcheinander aus Rions Berührung, der rohen Kraft, die sie auf dem Trainingsplatz erlebt hatte, und der Vorladung ihres Vaters. "Kaelyth." Die tiefe, vertraute Stimme schnitt durch die Stille des Flügels. Sie blieb stehen, ihre Hand fiel instinktiv zu ihrer Hüfte, bevor sie die Gestalt erkannte, die aus dem Schatten eines Pfeilers trat. Es war Ryam. Er sah müde aus. "Ryam, lass uns später reden. Vater hat mich in sein Arbeitszimmer gerufen." "Ich weiß", sagte Ryam und trat direkt in ihren Weg, sodass sie anhalten musste. Er scannte ihr Gesicht, sein Blick verweilte auf der schwachen, frisch verheilten Linie an ihrer Kehle. "Genau deshalb musst du jetzt anhalten und mir eine Minute zuhören." "Später", erwiderte sie und versuchte, an ihm vorbeizugehen. Ryam bewegte sic
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