"Was meinst du damit?" fragte Kaelyth.Draußen war die Sonne hell und hoch über Velmoria, aber im Zimmer gab es kein Geräusch von Federn, die auf Papier bewegt wurden. Auf dem Schreibtisch lagen keine offenen Steuerregister.Zum ersten Mal seit Rion aus seiner Zelle gegangen war, redeten sie nicht über Karten. Sie redeten nicht über die westlichen Lords oder die Ratsabstimmungen oder die Wächter.Sie saßen zusammen auf dem Bett. Kaelyth hatte die langen Beine unter ihren Hosen eingerollt. Rion saß direkt neben ihr, der Arm ruhte entlang der Rückseite des Holzes hinter ihrem Kopf."Wir reden ständig davon, den roten Mond zu überleben", sagte Rion sanft. "Wir reden davon, die Grenze zu überqueren. Wir reden davon, meine alten Ketten zu brechen und gegen die Armee deiner Mutter zu kämpfen."Kaelyth drehte den Kopf, um ihn anzusehen. "Das liegt daran, dass diese Dinge direkt vor unseren Gesichtern stehen, Rion.""Ich weiß. Aber was passiert danach?"Kaelyth blinzelte einmal. "Danach?""We
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