Irgendwie war dieser Morgen anders. Langsam drehte ich mich im Bett um, den Blick zur Decke gerichtet, und suchte in meiner Brust nach dem vertrauten, schweren Knoten, der mich seit Wochen geplagt hatte.Er war verschwunden, wie Wachs, das zu lange in der Sonne gestanden hatte, dahingeschmolzen. Ein kleines Lächeln huschte über mein Gesicht, bevor ich es unterdrücken konnte. Zum ersten Mal seit Wochen, vielleicht Jahren, war ich endlich frei von Gabriel.Das Gefühl war fast zu schön, fast zu egoistisch. Ich hatte nie gewusst, dass die Ehe nur ein schwerer Schatten sein konnte, eine falsche Hülle, unter der ich mich versteckt hatte. Aber jetzt war ich frei. Frei, mein eigenes Leben zu leben, frei, zu arbeiten und Geld zu verdienen, das wirklich mir gehörte. Frei, richtig zu lieben und geliebt zu werden.Dieses Wort „Liebe“. Es brachte sofort einen Namen in meinen Sinn: Williams.Ein sanftes, warmes Kribbeln durchströmte mein Herz. Es war noch zu früh. Zu früh für dieses Gefühl, obwohl
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