*Nias Perspektive* Innerhalb von zwanzig Minuten war Jesse in meiner Wohnung. Zunächst sagte sie nicht viel. Sie zog mich einfach fest an sich, bevor sie direkt in die Küche ging. Sie kochte zwei Tassen Kaffee und reichte mir eine.Wir saßen auf dem Sofa, die Stille zwischen uns war bedrückend und unangenehm. Schuldgefühle nagten an mir. Ich hatte sie monatelang ignoriert, und doch war sie genau in dem Moment da, als ich sie brauchte.„Schieß los“, sagte sie leise. Ich schüttete ihr alles aus. Daniels Verrat, die öffentliche Demütigung, Lilas Ohrfeige, die Art, wie Raymond wie ein dunkler Retter hereingestürmt war, und die verwirrende Anziehungskraft, die ich trotz allem für ihn empfand. Jesse hörte still zu, nickte an den richtigen Stellen, ohne mich dabei zu verurteilen.Als ich endlich fertig war, atmete sie tief aus. „Nia, dein Leben ist ein einziges Chaos.“Ich brachte ein schwaches Lächeln zustande. „Sag mir mal was, was ich noch nicht weiß.“„Also dieser Raymond … ist er Danie
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