Nachdem ich Lindsey in meinen Morgenmantel gekleidet und in mein Bett gelegt hatte – die Felle um sie hochgezogen, damit es aussah, als schliefe ich –, band ich mir ein Tuch um den Kopf, um mein Haar zu verbergen, und schlüpfte durch das Loch hinaus, das ich vor Tagen gegraben hatte.Niemand bemerkte mich. Ein Wächter lehnte an einem Pfosten, halb eingeschlafen. Er sah nicht einmal zu mir, als ich vorbeiging.Ich hielt den Kopf gesenkt und bewegte mich schnell durch das Lager. Niemand schenkte mir Beachtung. Für sie war ich nur eine weitere Sklavin.Auf halbem Weg zu den Käfigen packte mich eine Hand am Arm.„Du da“, bellte eine raue Stimme. „Sklavin.“Ich erstarrte. Das Herz hämmerte mir in der Brust, als ich mich zu dem Abtrünnigen umdrehte. Er war groß und breitschultrig, das Gesicht voller Narben.„J-Ja?“, stammelte ich.„Mein Nachttopf muss geleert werden.“ Er drückte mir einen Eimer in die Hände. „Und beeil dich.“Ich starrte in den Eimer. Urin und Kot, und der Geruch war
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