Rhys kommt zu mir, nachdem alle anderen endlich zu Bett gegangen sind – das Haus setzt sich in jene besondere späte Stille, in der selbst die Wände den Atem anzuhalten scheinen.Er sagt zunächst nichts. Er steht einfach in meinem Türrahmen – etwas Roh es und Ungeschütztes sitzt hinter seinen Augen –, und ich weiß sofort: Das wird kein Gespräch über Volkov, über Strategie, über irgendetwas, das in den letzten Wochen jede wache Stunde unseres Lebens verzehrt hat.„Darf ich reinkommen“, fragt er – was er vorher nie fragen musste.„Immer“, sage ich und meine es vollständig.Er setzt sich auf den Rand meines Bettes – nah, aber ohne zu berühren –, die Hände lose zwischen den Knien gefaltet, und eine lange Weile starrt er nur darauf, als könnten sie ihm die Worte anbieten, nach denen er sucht.„Ich denke ständig an das, was ich dir erzählt habe“, sagt er schließlich. „Über deinen Vater. Über das Treffen, das er abgesagt hat.“„Ich weiß.“„Ich glaube nicht, dass ich es mir bisher wirklich erl
Last Updated : 2026-10-27 Read more