# Risse unter der Oberfläche Der Nachtwind strich durch die schmalen Spalten des Balkongeländers, seine eisige Kälte biss sich tief in die Haut. Doch die Stille zwischen ihnen war von einer ganz anderen Art. Unter dem blassen, kalten Schein des Mondes schien der Stolz, der Fernando sein ganzes Leben lang geschützt hatte, sich in der Dunkelheit aufzulösen und nichts als eine unerträgliche Leere zwischen ihnen zurückzulassen. „Ich weiß nicht, wie man es richtig macht“, sagte Fernando leise. Seine Stimme, sonst tief, entschlossen und unantastbar, war kaum mehr als ein Flüstern, das vom Wind, der durch die Blätter des Gartens strich, beinahe verschluckt wurde. In ihr lag eine Spur von Resignation, etwas so Fremdes, dass er es noch nie zuvor irgendjemandem gezeigt hatte. Aixa blickte ihn fassungslos an. Das Schluchzen, das ihren schmalen Körper eben noch erschüttert hatte, verstummte allmählich. Langsam hob sie den Kopf und sah den Mann vor sich an. Obwohl er aufrecht und gefasst dast
Last Updated : 2026-07-13 Read more