Eira ValeriusKönig Azraels dunkle, geflüsterte Worte hingen in der Luft des Schlafzimmers, schwer von einer Wahrheit, die ich bis zu diesem Moment nie ganz verstanden hatte.Ich stand regungslos da, gefangen zwischen dem Ankleidespiegel und der glühenden Wand seiner Brust, die sich gegen meinen Rücken presste. Ich konnte mich nicht bewegen, und um ganz ehrlich zu mir selbst zu sein: Mein Körper wollte es auch gar nicht.Ich blickte in den Spiegel, und zum allerersten Mal, seit ich in dem eiskalten Wald mit ihm zusammengestoßen war, hörte ich auf, ihn wie ein Monster anzusehen – ich sah tatsächlich den Mann vor mir.König Azrael war atemberaubend gutaussehend; es kam mir fast ungerecht vor, dass jemand, der so gefährlich war, wie ein Gott aussehen konnte. Sein dunkles, dichtes Haar fiel ihm leicht über die Stirn, zerzaust und wild. Seine Kinnlinie war scharf und kräftig, wie aus perfektem Stein gemeißelt. Mir fiel eine blasse, schmale silberne Narbe auf, die über seine linke Augenbrau
Last Updated : 2026-08-26 Read more