Aidens PerspektiveDer Traum war im Grunde immer derselbe, selbst wenn sich die Einzelheiten veränderten.Ein Zimmer lag in Dunkelheit. Nur unter der Tür fiel Licht aus dem Flur herein.Es war ein schmaler gelber Streifen, der sich über den Boden zog und ungefähr sechzig Zentimeter vor mir endete.Hinter der Tür hörte ich Geräusche.Schon in sehr jungen Jahren lernte ich, sie zu deuten. Damals war ich jünger als Lucy heute. Ich deutete sie so, wie ein Kind lernte, das Wetter zu lesen.Die leise und beherrschte Stimme meines Vaters. So klang sie immer, wenn er spürte, dass ihm die Kontrolle entglitt.Das Schweigen meiner Mutter.Es war eine ganz eigene Sprache.Das Geräusch eines Gegenstandes, der gegen die Wand schlug.Im Traum war ich klein.Das war das Einzige, was sich niemals veränderte.Ganz gleich, wie sehr sich alle anderen Einzelheiten wandelten, ich hatte immer dieselbe Größe wie damals.Ich war sieben oder acht Jahre alt. Mitten in der Dunkelheit stand ich vor diesem Lichtstr
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