Ich malte weiter, bis ich die einzelnen Details nicht mehr sah und endlich das gesamte Bild erkannte.Dann legte ich den Pinsel beiseite und trat einen Schritt zurück.Es war zwei Uhr morgens.Mein Rücken schmerzte. Doch es war jener befriedigende Schmerz, der nach einem Tag echter Arbeit entstand.Farbspuren bedeckten meine Hände bis zu den Handgelenken. Das Licht, das ich eingeschaltet ließ, erfüllte die Küche mit sanfter Wärme. Dazu kam jene tiefe Stille, die erst nach Stunden völliger Konzentration entstand.Ich betrachtete das Gemälde.Es war das Schönste, was ich seit Jahren erschuf.Ich wusste es mit derselben Sicherheit, mit der man unumstößliche Wahrheiten erkannte.Nicht aus Stolz.Sondern durch die stille Gewissheit, dass etwas einfach richtig war.Das Bild war ehrlich.Die Gestalt in der Türöffnung.Das Kind, das auf sie zulief.Das Licht, das von der anderen Seite hereinströmte.Es war keine Illustration.Keine Dekoration.Es war etwas, das ich seit Jahren in mir trug, ohn
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