Kapitel 51Das Echo des Schluchzens im Schlafzimmer am Ende des zweiten Stockwerks verblaste schließlich, als der Morgen graute. Doch die Stille, die es ablöste, fühlte sich weit aus schrecklicher an.Calysta lag schwach auf ihrem geräumigen Bett. Ihr winziger, in eine dicke Decke gehüllter Körper zitterte von Zeit zu Zeit leicht. Ihr einst so zartes Gesicht war nun hochrot angelaufen, während ihre Lippen trocken und spröde geworden waren. Ihr Atem ging kurz und mühsam, unterbrochen von leisen, herzzerreißenden Murmeln in ihrem Fieberdelirium.„Mama Ravelle... schluchz... Calysta hat Angst... tu mir nicht weh... Mama...“Jessica, die mit geschwollenen Augen und einem blassen, rötlichen Hämatom – das noch von Kyles Griff in der vergangenen Nacht an ihrem Hals prangte – an der Bettkante saß, ballte augenblicklich ihre Fäuste fest zusammen.Jedes Mal, wenn die Lippen ihrer eigenen Tochter Ravelles Namen aussprachen, fühlte es sich an, als schnitten unzählige Klingen durch ihr Herz. Schul
Dernière mise à jour : 2026-09-21 Read More