Das Weinen begann kurz vor Tagesanbruch.Mara erwachte vom Schluchzen Azillas, klein und verängstigt in der Dunkelheit. Er zappelte neben ihr, in die Decke verheddert, sein kleines Gesicht vor Verwirrung und Angst verzerrt."Pst, Baby, alles gut." Sie griff nach ihm, aber er wich zurück, desorientiert von dem ungewohnten Zimmer, dem fremden Bett, den Schatten, die nicht zu ihrer Wohnung in Vadania gehörten.„Mama, Mama, wo sind wir?“ Seine Stimme überschlug sich zu einem Wehklagen. „Ich will nach Hause!“Maras Herz zersprang. Sie nahm ihn in die Arme, doch er wehrte sich, seine kleinen Fäuste drückten gegen ihre Brust, seine Schreie wurden lauter. Sie hatte ihn schon einmal so gesehen, in den schlimmsten Nächten in Vadania, wenn die Albträume kamen und er nicht mehr zwischen Traum und Wachen unterscheiden konnte."Azilla, mein Schatz, schau mich an. Mama ist da. Mama ist direkt hier."Doch er war schon zu weit gegangen, verloren in seiner Angst. Seine Schreie hallten von den Steinmaue
Zuletzt aktualisiert : 2026-10-05 Mehr lesen