FAZER LOGINNachdem Mara in einer Nacht ihre gesamte Familie verloren hatte, blieben ihr nur noch tiefe Trauer und die tröstende Hand eines Fremden. Das verzweifelte Mädchen brauchte Vertrauen zu Caleb Wellington, denn er war liebenswert und loyal. Sie gab ihm alles, was sie besaß, nahm seinen Namen an und seinen Rucksack. Drei Jahre lang lernte sie von Luna, dass ein Rudel einem hinter dem Rücken die Messer wetzen und einen dabei angrinsen kann. Sie versucht, mit ihrem Mann zu schlafen, um ihre zerbrechende Ehe zu retten und die Ältesten zum Schweigen zu bringen, die ihren Wert bezweifelten. Doch stattdessen wacht sie neben Derick Wellington auf. Seinem Onkel. Seinem Rivalen. Seinem Widersacher. Doch die Enthüllung an diesem Morgen war noch schlimmer als die Kontroverse. Obwohl jemand anderes seinen Welpen trug, war Caleb nie treu, und sobald er erfuhr, was geschehen war, forderte er ohne zu zögern ihre Hinrichtung. Mara musste nach ihrer Verbannung in die Menschenstadt Vadania mittellos von vorn anfangen. Dann klopfte der Onkel ihres Ex-Mannes an die Tür. Er tauchte mit Geheimnissen auf, die ihr Leben erschütterten, einer Seelenverwandtschaft, die sie nicht ganz begreifen konnte, und einer Bedrohung für den Sohn, den sie heimlich aufgezogen hatte. Sie hatte keine andere Wahl, als zurückzukehren. Nicht nur ihr Leben ist in Gefahr, sondern auch ein Feind, mit dem niemand rechnet, eine komplizierte, verbotene Verbindung und ein Ritual, das älter ist als die Zeit selbst.
Ver mais[ZWEI JAHRE ZUVOR]
"Warum willst du mich nicht berühren, Caleb?"
Maras Hände krallten sich in sein Hemd, zogen ihn näher heran und ließen ihn keine Distanz zwischen sich und ihren Körpern schaffen.
Sein Blick wurde weicher. „Mara, du weißt, was an den Grenzen los ist. Die verrückten Anhänger meines Onkels stören das Rudel massiv –“
„Ich will nicht über deinen tyrannischen Onkel reden.“ Ihre Unterlippe zitterte vor Sehnsucht. „Die Ältesten beschimpfen mich als fehlerhaft und mit allen möglichen anderen Namen. Drei Jahre sind vergangen, und ich habe nichts vorzuweisen. Ich bin nie schwanger geworden, nicht einmal eine Fehlgeburt.“
Er seufzte und packte ihre Schultern.
„Warum schenkt ihr diesen alten Abschaum überhaupt Beachtung?“
„Weil sie Recht haben.“
Denn sie war die letzte der Nichole-Wölfinnen und es lag in ihrer Verantwortung, ihre Linie in die nächste Generation fortzuführen. Als seine Luna war es auch ihre Pflicht, ihm einen Erben zu schenken, der nach ihm herrschen würde. Doch wie sollte sie all das tun, wenn er zu beschäftigt war, um mit ihr zu schlafen?
Seine Finger fanden die steifen, spannungsgefüllten Knoten in ihren Schultern und streichelten sie.
„Wenn die Zeit reif ist, werden wir unseren Welpen bekommen. Die Mondgöttin hat einen Plan für uns alle, meine Liebe. Besonders für dich. Sie hat dich nicht ohne Grund vor dem Schicksal deiner Familie bewahrt.“
"Ich weiß. Ich weiß, dass sie das will. Vielleicht… vielleicht möchte sie uns schon jetzt einen eigenen Welpen schenken und wartet nur noch darauf, dass wir das tun, was es ihr ermöglicht, meinen Schoß mit dem Baby zu segnen."
Irgendetwas an ihren Worten schien zwei Gefühle in ihrem Mann auszulösen: Belustigung und Erregung. Sanft drehte er sie um und drückte ihr Gesicht gegen die kühle Wand. Die Kälte des Betons traf ihre Wange, und sie keuchte leise auf, während seine Hand unter den Saum ihres Kleides glitt und seine Finger über die weiche Haut ihrer Innenseite des Oberschenkels strichen.
„Willst du, dass ich dich berühre?“ Sein Mund glitt über die Rundung ihres Halses. „Ist es das, was du willst?“
„Ja.“ Das Wort verschlug ihr den Atem. „Caleb, ja. Bitte.“
Seine Lippen umspielten ihre empfindliche Stelle.
Der Punkt direkt hinter ihrem Ohr, und ihre Zehen krümmten sich synchron.
„Nicht so“, flüsterte er gegen ihre Haut. „Du bist zu angespannt. Du weißt, ich mag es nicht, dich so angespannt zu sehen.“ Er drehte sie zu sich um und strich ihr die roten Haare sanft aus dem Gesicht – eine Berührung, die ihr ein stechendes Gefühl in der Brust verursachte. „Warte hier.“
Sie sah zu, wie er in seine Jackentasche griff und ein kleines, durchsichtiges Tütchen mit weißem Pulver hervorholte.
"Was ist das?"
Er blickte über ihre Schulter. „Khoal-Pulver. Es beruhigt die Nerven.“ Er schüttete den Inhalt in das Wodkaglas und schwenkte es, um alles zu vermischen. „Es wirkt wie pure Magie.“
„Ich brauche kein Pulver, Caleb. Ich brauche dich.“
„Und dann wirst du mich haben.“ Er trat näher und drückte ihr das Glas in die Hand. Sein Daumen streifte ihre Knöchel. „Trink erst mal nur ein bisschen davon. Glaub mir, es wird dir viel besser gehen.“
Sie blickte in das Glas. Der Wodka war durch das Pulver leicht trüb geworden, der Duft hatte sich etwas verändert. Irgendetwas in ihr zögerte, ein leises Gefühl im Hinterkopf, das sie ignorierte, weil sie brav sein wollte, weil sie wollte, dass der Abend klappte, und weil sie ihn wollte.
Der Wodka traf ihre Zunge, sein Nachgeschmack war anders, leicht herb, aber fast süßlich, und legte sich beim Schlucken wie ein Film auf ihren Rachen. Dann begann das Brennen auf ihrer Zunge.
"Caleb, d-das… es schmeckt… seltsam."
"Gib dir einen Moment Zeit, meine Liebe. Entspann dich einfach."
Ihr wurde schwindelig.
Er half ihr, sich wieder auf die Bettkante zu setzen.
„Ich schaue kurz nach der Grenzsicherung. Ich bin in ein paar Minuten zurück, dann haben Sie mich ganz für sich, entspannen Sie sich einfach, okay?“
Sie konnte kaum noch eine Antwort murmeln, bevor er verschwunden war.
Das Brennen auf ihrer Zunge breitete sich langsam ihren Hals hinunter, in ihre Brust und krallte sich in ihren Magen wie ein glühender Schraubstock. Die Laken fühlten sich plötzlich unangenehm rau an ihren Oberschenkeln an. Sie rutschte im Bett hin und her, aber nichts fühlte sich angenehm an. Ihre Handflächen begannen zu schwitzen, und ihre Unterwäsche wurde feucht.
Sie zupfte an ihrem Ausschnitt und zog sich dann das Nachthemd ganz über den Kopf, weil der Stoff auf ihrer Haut unerträglich war. Sie warf es irgendwohin auf den Boden, sie wusste nicht wohin. Ihre Sicht verschwamm an den Rändern, und alles wirkte wie im Nebel.
„Oh, Caleb …“ Sie versank, wo sie lag, ihre Finger fuhren zwischen ihren Beinen entlang. Als sie die Fingerspitzen zwischen ihren Schenkeln hervorzog, verband ein dicker, glitschiger Faden ihren Finger mit dem Rand ihres Höschens. Ihr Atem ging stoßweise und unregelmäßig. Sie musste sich ausziehen.
Ihre Haut war überempfindlich geworden, und der Stoff fühlte sich wie eine Einengung an. Nachdem sie ihren Bärenmuster-Slip ausgezogen hatte, griff sie hinter sich und öffnete ihren BH. Dadurch sprangen ihre Brüste frei, und sobald ihre Brustwarze mit der kühlen Luft in Berührung kam, verhärtete sie sich unerträglich.
"Ahn…" Ihr Innerstes produzierte eine neue Welle von Feuchtigkeit, die ungehindert auf die Laken tropfte.
„Caleb.“ Sein Name ließ sie gebrochen und verzweifelt zurück. Sie drehte sich auf den Bauch und presste sich gegen das Kissen unter ihr, die Knie wie ineinander verschränkt. Ihre Klitoris berührte den Stoff, und sie musste sich auf die Handfläche beißen, um nicht aufzuschreien. Sie beschleunigte ihre Bewegungen, presste sich tiefer auf das Kissen – ein feuchter Kreis bildete sich unter ihr, und ihre Finger griffen nach ihren prallen Klitorisspitzen, drehten und zogen daran.
Nichts half. Ein Schluchzen stieg ihr in die Kehle, die Reibung trug nichts zur Linderung ihrer Beschwerden bei. „Caleb, bitte, bitte komm zurück.“
Tränen rannen ihr über die Wangen, so intensiv war alles. Ihre Oberschenkel wölbten sich bei jeder Bewegung, die Hautfalten verlangten nach Berührung, bis sie kurz vor dem Orgasmus stand.
Ihr Gebet war erhört worden, denn da hörte sie Schritte. Ihre Sinne waren wie benebelt und verzerrt, die Welt in ihrem Kopf reduzierte sich auf Hitze und Verlangen, doch sie hörte, wie sie näher kamen. Sie drehte sich auf den Rücken und versuchte, Calebs Gestalt zu erkennen, aber alles war zu dunkel und verschwommen.
Die Matratzenkante senkte sich und ein Mund voller Wärme umhüllte ihre rechte Brustwarze.
„Göttin …“ Ihre Hände flogen zu seinem Kopf, ihre Finger gruben sich in seine Locken und hielten ihn fest, während ihr ganzer Körper vor Erleichterung und Verlangen bebte. „Caleb“, hauchte sie seinen Namen wie einen Zauberspruch.
Starke Arme umfassten ihre Oberschenkel, hielten sie auseinander und sie lächelte. Er positionierte sich vor ihrem Eingang, die Hitze, die von seinem pulsierenden Glied ausging, war unübersehbar. Und ohne Umschweife drang er in sie ein, und sie hörte völlig auf zu denken.
Das Bettgestell ächzte unter seinem Gewicht, als sein Penis tief in sie eindrang. Jeder Stoß sandte eine scharfe, intensive Schockwelle ihren Rücken hinauf, doch die Benommenheit in ihrem Kopf erschwerte es ihr, dem Geschehen zu folgen. Sie umklammerte seine Hüften mit ihren Beinen, verzweifelt bemüht, sich im Rhythmus zu verankern, doch ihr Körper fühlte sich schwer und träge an.
„Schneller“, keuchte sie an seiner Schulter. Ihr Hals war trocken, noch immer wund vom brennenden Geschmack des Getränks. „Bitte, hör einfach nicht auf.“
Er sagte nichts. Das einzige Geräusch im Raum war sein schweres, unregelmäßiges Atmen und das feuchte Klatschen von Haut auf Haut. Seine Hände umklammerten fest ihre Taille, seine Finger gruben sich so tief in ihre Hüften, dass sie wusste, dass es morgen blaue Flecken geben würde. Doch im Moment drang der Schmerz kaum zu ihr durch die Hitze, die ihre Sinne überflutete.
Ihre Finger krallten sich in seinen Rücken, suchten nach den vertrauten Konturen seiner Schultern, doch irgendetwas fühlte sich seltsam an. Auch der Geruch im Raum war nicht derselbe. Statt des sauberen, holzigen Duftes, der Caleb sonst umgab, lag etwas Schärferes, Schwereres in der Luft, wie Kupfer und Schweiß.
Die Hitze in ihrem Unterleib staute sich zu einem unerträglichen Knoten auf. Sie krümmte den Rücken und stemmte die Brust gegen die kühle Raumluft, als eine plötzliche Welle der Erleichterung sie überkam. Ihre inneren Muskeln verkrampften sich, und ein leises Stöhnen entfuhr ihren Lippen, bevor sie es unterdrücken konnte.
Über ihr erstarrte sein Körper einen Augenblick lang. Seine Brust hob und senkte sich gegen ihre, heiße Luft streifte ihren Hals in kurzen, unregelmäßigen Stößen. Dann folgte ein letzter, heftiger Stoß, der sie gegen die Matratze drückte, bevor er sich vollständig zurückzog und seine Hände um sie schlang.
Crystal hatte in ihrem ganzen Leben noch nie so viele Treppen gesehen.Das Rudelhaus war ein Labyrinth aus Gängen und gewundenen Treppen, von denen jede zu einem anderen Flügel, einem weiteren Flur, einem weiteren Raum führte, der dem vorherigen zum Verwechseln ähnlich sah. Sie irrte bereits seit zwanzig Minuten umher und versuchte, den Weg zurück zur Haupthalle zu finden, und sie war sich ziemlich sicher, dass sie dreimal an derselben Rüstung vorbeigekommen war."Verloren?"Sie wirbelte herum. Milo stand am Ende des Korridors, die Arme verschränkt, an die Wand gelehnt. Sein Lächeln war unbeschwert, seine Augen warm. Er hatte seine Patrouillenuniform gegen ein einfaches Hemd und eine Hose getauscht und sah irgendwie noch besser aus als beim Frühstück.„Ich habe mich nicht verirrt“, sagte Crystal und hob das Kinn. „Ich bin auf Erkundungstour.“„Denselben Flur dreimal erkunden?“Sie spürte, wie ihr die Röte ins Gesicht stieg. „Du hast mich beobachtet?“„Ich habe auf dich gewartet.“ Er s
Im Morgenlicht lag Mara noch im Bett, Azilla an Dericks Brust geschmiegt, beide atmeten langsam und gleichmäßig.Sie stützte sich auf einen Ellbogen und beobachtete sie, ihr Herz hin- und hergerissen zwischen Staunen und Furcht. Dericks Gesicht war im Schlaf entspannt, die harten Züge waren weicher geworden, die ständige Anspannung in seinem Kiefer hatte sich endlich gelöst. So sah er jünger aus. Weniger wie der kalte, beherrschte Fremde, der ihre Wohnung betreten hatte, und mehr wie der Mann, der ihren Sohn die ganze Nacht über im Arm gehalten hatte.Azilla rührte sich, seine kleine Hand hob sich und tätschelte Dericks Kinn. „Papa“, murmelte er noch halb im Schlaf.Derick öffnete die Augen. Er blinzelte, einen Moment lang desorientiert, dann blickte er auf das Kind in seinen Armen. Ein langsames Lächeln breitete sich auf seinem Gesicht aus. Es war das erste echte Lächeln, das sie je von ihm gesehen hatte, unbefangen und warmherzig."Guten Morgen, Kleiner."Azilla kicherte, nun hellwa
Das Weinen begann kurz vor Tagesanbruch.Mara erwachte vom Schluchzen Azillas, klein und verängstigt in der Dunkelheit. Er zappelte neben ihr, in die Decke verheddert, sein kleines Gesicht vor Verwirrung und Angst verzerrt."Pst, Baby, alles gut." Sie griff nach ihm, aber er wich zurück, desorientiert von dem ungewohnten Zimmer, dem fremden Bett, den Schatten, die nicht zu ihrer Wohnung in Vadania gehörten.„Mama, Mama, wo sind wir?“ Seine Stimme überschlug sich zu einem Wehklagen. „Ich will nach Hause!“Maras Herz zersprang. Sie nahm ihn in die Arme, doch er wehrte sich, seine kleinen Fäuste drückten gegen ihre Brust, seine Schreie wurden lauter. Sie hatte ihn schon einmal so gesehen, in den schlimmsten Nächten in Vadania, wenn die Albträume kamen und er nicht mehr zwischen Traum und Wachen unterscheiden konnte."Azilla, mein Schatz, schau mich an. Mama ist da. Mama ist direkt hier."Doch er war schon zu weit gegangen, verloren in seiner Angst. Seine Schreie hallten von den Steinmaue
Mara hat nicht geschlafen.Sie lag im Dunkeln, Azilla an ihre Seite geschmiegt, Dericks Wärme strahlte vom anderen Bettrand herüber, und sie starrte an die Decke, bis ihr die Augen schmerzten. Die Stimme aus dem Flur hallte immer wieder in ihrem Kopf wider, die Worte kreisten wie Geier.Das Kind von Selene wird der Schlüssel sein.Sie wusste nicht, was es bedeutete. Sie wusste nicht, ob es eine Warnung oder eine Drohung war. Aber eines wusste sie mit Sicherheit: Wer auch immer diese Worte gesprochen hatte, hatte direkt vor der Tür gestanden. Nah genug, um ihn zu berühren. Nah genug, um ihn zu töten.Und sie hatte nichts getan. Sie stand einfach nur da, wie erstarrt, während Derick sich beschützte.Was für eine Luna sie doch entpuppte!Neben ihr murmelte Azilla im Schlaf etwas und bewegte sich, sein kleiner Fuß drückte gegen ihren Oberschenkel. Wider Willen lächelte sie, rückte ihn zurecht und zog ihm die Decke um die Schultern. Er war so klein. So zerbrechlich. Der Gedanke, dass ihm j











