Nathans PerspektiveIch spürte, wie die Luft im Raum stickig wurde. Der schwere Geruch von altem Pergament und meine wachsende Unruhe umgaben uns. Isabellas Augen weiteten sich, und ein Hauch von etwas Rohem und Hässlichem huschte hinter ihrer sorgsam gepflegten Maske hervor. Das aufgesetzte, geübte Lächeln, das sie seit der Zeremonie getragen hatte, verschwand nicht nur; es zerbrach.„Was hast du mich gerade gefragt?“, flüsterte sie, ihre Stimme zitterte plötzlich und schroff.„Ich habe gefragt, wo du warst“, sagte ich und trat näher, bis ich ihren heftigen Pulsschlag sehen konnte. „Die Zeremonie war im Chaos. Elara war … sie war nicht sie selbst. Und du warst nirgends zu finden. Wo warst du, Isabella?“„Das ist lächerlich!“, fuhr sie mich an, ihre Stimme überschlug sich. Die Fassung, auf die sie so stolz war, bröckelte. „Wie kannst du es wagen? Ich bin deine Frau, die Luna dieses Rudels, und du verhörst mich wie eine Schwerverbrecherin wegen des Verhaltens einer – einer Heilerin, di
Last Updated : 2026-09-09 Read more