Lange bevor die Sonne unterging, hatte sich das Fieber bereits tief in Violas Knochen festgesetzt.Viola saß zitternd auf der Kante ihrer Matratze. Ihr ganzer Körper glühte vor einer trockenen, erstickenden Hitze, ausgelöst durch den eisigen Regen des Vortags. Ihr Kopf pochte unter einem dumpfen, schweren Schmerz, und jeder Atemzug fühlte sich an, als schluckte sie Glasscherben hinunter.Die schwere Holztür schwang ohne Anklopfen auf.Octavia und Vanessa betraten das winzige Zimmer. Vanessa sah in einem maßgeschneiderten, bodenlangen schwarzen Kleid makellos aus. Das billige, neonrote Minikleid hing über ihrem Arm.„Steh auf“, befahl ihre Mutter. Ihre Stimme war so kalt wie der Marmorboden.Viola stemmte sich schwach auf die Füße. Ihre Beine zitterten so heftig, dass sie sich am Bettpfosten festhalten musste. „Mutter, bitte“, flüsterte sie mit rauer, gebrochener Stimme. „Ich bin krank. Mein Kopf glüht. Ich kann nicht …“„Es ist mir egal, ob du im Sterben liegst“, fuhr ihre Mutter sie a
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