Kapitel 4: Der Schrei des AlphasDas Echo des Kriegshorns verhallte in der kalten Nachtluft, doch die Stille, die folgte, war trügerisch. Der Innenhof des Schlosses glich einem Schlachtfeld. Überall lagen rauchende Trümmer, zertrümmerte Waffen und der zähe, dunkle Schlamm aus Blut und geschmolzenem Schnee.Ich lag in Lyalls Armen, mein Bewusstsein schwankte an einem seidenen Faden. Meine Lungen brannten, als hätte ich Asche eingeatmet, und jede Regung meines Körpers fühlte sich an, als würde man Blei durch meine Adern pumpen. Doch das Schlimmste war nicht die Erschöpfung – es war das dumpfe, hämmernde Pochen tief in meiner Brust.Lyall hielt mich so fest, dass seine eisernen Arme mich beinahe erdrückten. Er kniete im blutigen Schlamm, das Gesicht zu einer Maske aus purem Entsetzen und Raserei verzerrt. Seine blauen Augen, die sonst vor kalter Kontrolle strotzten, waren weit aufgerissen und blickten wild um sich, als suchten sie nach einem Feind, den sie eigenhändig zerreißen konnten.
Last Updated : 2026-10-16 Read more