
Der letzte Monat ohne HerrenZum neunten Mal begingen Dante und ich den Monat ohne Bindung.
Der designierte Erbe der Familie Corinni glaubte, dass unsere Beziehung dadurch länger halten würde.
Jedes Jahr, einen Monat lang nach unserem Jahrestag, war er frei, und wir hielten uns aus dem Leben des anderen heraus.
Wenn einer von uns in dieser Zeit jemanden fand, der besser passte, sollten wir ihm Glück wünschen. Wenn nicht, kehrten wir nach einem Monat einfach zu unserem alten Leben zurück.
Um mich herum verspritzten die Männer der Familie hemmungslos Champagner.
„Auf ein weiteres Jahr in Freiheit! Glückwunsch an unseren Underboss, dass er wieder offiziell Junggeselle ist!“
„Die Wettkasse der Familie ist eröffnet! Wer darauf setzt, dass sie am Ende doch noch heiraten, links. Wer glaubt, dass diesmal endgültig Schluss ist, rechts!“
Durch den dichten Zigarrenrauch saß ich still in der Ecke eines Ledersofas und sah dem Ganzen mit kalter Distanz zu, als hätte diese Farce überhaupt nichts mit mir zu tun.
Dantes Hand lag um Scarletts Taille, als er an mir vorbeiging und mir zuflüsterte:
„Mach dir keine Hoffnungen. Du bleibst immer meine einzige Donna.“
„Ich bin ein Drachen. Ganz egal, wie weit ich fliege, die Schnur bleibt immer in deiner Hand.“
Ich legte meine kalten Finger auf die sanfte Rundung meines Bauches. Mein Gesicht blieb ausdruckslos.
Dante, diesmal setze ich am Wetttisch der Familie auf „das Ende“.
Ich werde vollkommen aus deiner Welt verschwinden.
Und auf diese Drachenschnur, auf die du so stolz bist? Die schneide ich heute Nacht eigenhändig durch.