
Der Teufel behält seine FrauNora Voss ist sechsundzwanzig Jahre alt, als ihr Vater stirbt und das Testament einen zweiten schweren Schlag versetzt: Um das Unternehmen zu erben, das er sein Leben lang aufgebaut hat, muss sie innerhalb von neunzig Tagen in die Familie Crest einheiraten. Ohne Einspruch. Ohne Ausnahme.
Ihre beste Freundin Priscilla warnt sie, es sei eine Falle. Nora weiß es bereits. Trotzdem geht sie hinein.
Sie wendet sich direkt an den gefährlichsten Mann der Familie – Damien Crest, den rechtmäßigen Erben, dessen Thronfolge von seinem Onkel Victor und seinem Halbbruder Elliot blockiert wird. Kalt. Kontrolliert. Ein Name, der jeden Raum verstummen lässt. Sie schließen einen Pakt. Ein Jahr. Getrennte Wege. Sauberer Ausstieg.
Was keiner von ihnen ahnt, ist, was in der Zwischenzeit geschieht.
Damien bringt einen Raum voller einflussreicher Leute mit einem einzigen Wort zum Schweigen, um sie vor öffentlicher Demütigung zu schützen. Im Dunkeln, wenn niemand zuschaut, legt er seine Hand auf ihre. Er spricht ihren Namen aus, als wolle er ihn an einem Ort vergraben, an dem er ihn für immer behalten will.
Und Nora, die dachte, sie könne ihn ausnutzen und ungeschoren davonkommen, beginnt etwas zu fühlen, was sie sich nicht leisten kann.
Denn ihr Vater hat ihr eine Sprachnachricht hinterlassen. Er hatte sechs Monate vor seinem Tod Kontakt zu Damien aufgenommen, und drei Wochen nach ihrem geheimen Treffen wusste Victor irgendwie jedes Detail. Ihr Vater wusste nicht, ob Damien es ihm erzählt hatte.
Auch Nora weiß es nicht.
Sie ist mit dem Mann verheiratet, der ihren Vater womöglich in den Tod getrieben hat. Und sie verliebt sich in ihn. Irgendwo zwischen dem Auftrag und der Gefahr weiß sie nicht mehr, vor welcher Antwort sie sich mehr fürchtet.
Der Wahrheit, die ihn zerstört.
Oder der Wahrheit, die ihr jeden Grund gibt, ihm nicht mehr zu vertrauen.