Als ich im Krankenhaus mein Kind verlor, war er mit seiner ersten Liebe im Urlaub
Mara Stein verlor ihr ungeborenes Kind.
Zehn Jahre lang hatte sie Leonard Voss geliebt. Sie brach ihr Studium ab, heiratete ihn und war drei Jahre lang seine Ehefrau – pflichtbewusst, still und ohne sich je zu beklagen.
Bis ein verborgenes Dokument auftauchte. Erst da erkannte sie die Wahrheit: Sie war nie seine Wahl gewesen, sondern nur ein Teil eines Spiels – eines grausamen Rollenspiels zwischen ihm und seiner ersten Liebe.
Im Krankenzimmer erfuhr Mara, dass Leonard mit seiner ersten Liebe beim Hochseefischen war. Noch am selben Tag reichte sie die Scheidung ein.
Die Frau, auf die man einst herabgesehen hatte, verschwand – und kehrte als jemand völlig Neues zurück:
als gefeierte Designerin eines internationalen Luxus-Schmucklabels,
als Lehrerin eines weltberühmten Pianisten,
als Rennsport-Ikone,
als Tochter des Außenministers,
als Vorstandsvorsitzende eines börsennotierten Milliardenunternehmens …
Während immer mehr Männer um Mara warben, verlor Leonard die Kontrolle. Er klammerte sich an sie und ließ nicht mehr los. Mara jedoch hatte genug. Sie inszenierte ihren Tod und verschwand – spurlos.
Vor einem leeren Grab kniete Leonard Nacht für Nacht, bis er kaum noch stehen konnte.
Und eines Tages stand sie plötzlich vor ihm. Lebendig. Unnahbar.
„Meine Frau, komm mit mir nach Hause, bitte“, flüsterte er mit geröteten Augen.
Mara lächelte ruhig.
„Nennen Sie mich nicht so, Herr Voss. Wir sind geschieden. Und ich bin jetzt Single.“