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Novels by oluchy2609

Von der Alphaprinzessin verstoßen zurückgewiesen

Von der Alphaprinzessin verstoßen zurückgewiesen

Von der Alphaprinzessin verstoßen Sie war die Tochter des Alphakönigs. Schön. Unberührbar. Grausam. Als die Mondgöttin ihr einen Gefährten schenkt, erwartet Savannah einen Prinzen. Stattdessen steht ein rußbedeckter Holzfäller vor ihr, die Hände voller Schwielen, die Stiefel voller Schlamm. Sie weist ihn vor dem gesamten Hofstaat zurück. Sie lässt ihn aus dem Palast werfen. Sie lässt das Holz verbrennen, das er angefasst hat. Noch in derselben Nacht bestraft die Göttin sie dafür. Der Fluch der Gefleckten Maid verwandelt Savannahs goldene Haut in ein aschgraues, wundenbedecktes Wrack. Ihr Wolf verstummt. Ihre Schönheit ist weg. Und ihr Vater, der Alphakönig, schickt seine Männer los, um sie zu finden, nicht um sie zu retten, sondern um sie zu beseitigen, bevor der Skandal das Königreich erreicht. Auf der Flucht durch den Wald bricht sie vor der einzigen Hütte zusammen, die sie niemals hätte aufsuchen dürfen. Zeke Greyhound erkennt sie nicht. Er sieht nur ein krankes, hochnäsiges Mädchen im Dreck und lässt sie trotzdem rein. Was er nicht weiß: Um den Fluch zu brechen, muss er ihr die Heilungsblume aus freiem Willen und aus echter Liebe reichen. Derselbe Mann, den sie vor aller Welt gedemütigt hat, ist ihre einzige Chance. Was sie nicht weiß: Unter seiner rußigen Haut schlummert das Blut eines Hochalphas, mächtiger als jede Blutlinie, die sie je gekannt hat. Zwei Menschen, die sich gegenseitig das Schlimmste angetan haben. Ein Winter, der sie zwingt, Seite an Seite zu überleben. Und eine Liebe, die sich nicht erzwingen lässt, egal wie verzweifelt man ist. Von der Alphaprinzessin verstoßen ist eine dunkle Gestaltwandler-Romanze über Stolz, Strafe und die Frage, ob ein gebrochener Mensch wirklich neu anfangen kann.
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Chapter: Kapitel Einhundertsechzehn
ZekeDrei Reiter kamen langsam den Ostpfad herauf, und der Wolf zählte sie, noch bevor meine Augen es taten.Der Erste trug einen grauen Mantel und hatte eine Schreibermappe auf dem Knie.Der Zweite hielt ein Banner an einer kurzen Stange. Darauf war ein Kreis mit einem Balken quer hindurch und einer kleinen Spitze am Ende zu sehen. Der Dritte war an seinem Halskragen als Hauptmann zu erkennen. Eine Hand ruhte auf seinem Oberschenkel, so wie ein Mann sie dort ruhen lässt, wenn man ihm gesagt hat, dass es keinen Ärger geben werde, er das aber nicht glaubt.Ich stand mit den Armen an den Seiten am Rand des Hofes. Savannah stand einen Schritt hinter meiner linken Schulter und hielt Elin an ihrem Hals. Hinter uns, im Südzimmer, saß Lyra mit angezogenen Knien auf dem Steinboden. Ich hatte sie selbst dorthin gebracht. Petras Schwester konnte sie auch an einem anderen Tag im Gasthaus unterbringen.Der Mann im grauen Mantel zügelte sein Pferd am Tor. Er war vielleicht vierzig, hatte ein weich
Last Updated: 2026-11-06
Chapter: Kapitel Einhundertfünfzehn
SavannahMara brachte Lyra zur Frühstückszeit durch meine Tür. Sie hielt sie am Ärmel fest, so wie man ein Kind festhält, das davongelaufen ist.Ich saß am Tisch und hatte Elin auf dem Schoß. Zeke stand mit dem Rücken zum Raum am Herd. Am Abend zuvor hatte er mir am Holzstapel alles erzählt: vom Bergrücken, vom Lavendelduft und von dem gefalteten Blatt mit den Aufzeichnungen über seine Kontrollen des Türriegels. Ich hatte nicht geschlafen. Während der dunklen Stunden hatte ich überlegt, welchen Gesichtsausdruck ich zeigen würde, wenn dieser Moment käme.Mein Gesicht zeigte nichts. Das überraschte mich.„Setz dich“, sagte Mara.Lyra setzte sich. Sie nahm die Bank, die am weitesten vom Feuer entfernt stand und das Licht des Südfensters nicht erreichte. Sie blickte auf den Boden, dann auf das Regal mit den zwei Bechern und schließlich auf Elin.Elin blickte zurück.Sie tat, was sie bei jedem Menschen tat. Sie schenkte ihr ihre ganze Aufmerksamkeit, ohne sich dafür zu entschuldigen. Lyra
Last Updated: 2026-11-05
Chapter: Kapitel Einhundertvierzehn
MaraMein Sohn überprüfte den Türriegel in dieser Nacht viermal, und ich hörte jedes Mal.Ich lag im Dunkeln des hinteren Zimmers und hielt die Augen offen. Eine Tür, die seit dreiundzwanzig Jahren jeden Abend dreimal geprüft wird, macht ein ganz bestimmtes Geräusch. Doch das vierte Mal klang anders. Darin lag eine Frage.Dann hörte ich die leisen Stimmen vom Holzstapel. Savannahs. Seine. Das Fenster stand wegen der warmen Luft einen Spalt offen. Eine Frau, die zwei Jahrzehnte lang auf jedes Husten gelauscht hat, lernt, auch durch Wände zu hören.Ich verstand nicht jedes Wort. Ich hörte „Bergrücken“. Ich hörte „Papier“. Ich hörte Savannah ganz ruhig sagen: „Lavendel.“Dann herrschte Stille. Und die war schlimmer.Ich drehte mich auf die Seite. Edmunds Umhang hing noch am Haken neben der Tür, obwohl er zum Gasthaus hinuntergegangen war. Daneben hing der graue Schal, den ich an diesem Morgen getragen hatte. Eine ganze Weile betrachtete ich die beiden Kleidungsstücke nebeneinander.Ich w
Last Updated: 2026-11-04
Chapter: Kapitel Einhundertdreizehn
ZekeMeine Mutter bat Edmund am Montag nach Alarics Abreise, mit ihr spazieren zu gehen.Sie fragte ihn beim Frühstück. Dabei saß sie mit dem Rücken zu ihm und rührte ihren Haferbrei um, als wäre die Frage nur eine beiläufige Bemerkung.„Der Ostpfad ist bis zur gespaltenen Birke fest. Ich würde ihn gern sehen, bevor der Schlamm zurückkommt.“Edmund legte seinen Löffel ab.„Das würde ich auch gern.“Das war die gesamte Verhandlung. Dreiundzwanzig Jahre Schweigen, beigelegt bei einer Schüssel Haferbrei.Savannah fing meinen Blick über den Tisch hinweg auf. Elin saß auf ihrem Schoß und kaute am größeren Ohr des geschnitzten Pferdes. Damit beschäftigte sie sich schon seit Sonnenaufgang.Ich war seit der Morgendämmerung wach. Der Wolf hatte mich aus dem Schlaf geweckt. Er war unruhig, seine Aufmerksamkeit auf den Bergrücken oberhalb der Hütte gerichtet.Mit der kalten Luft war ein Duft herabgezogen. Lavendelwasser über Lampenrauch. Der Duft einer Frau. Ich erkannte ihn, bevor ich hätte sag
Last Updated: 2026-11-03
Chapter: Kapitel Einhundertzwölf
SavannahAlaric blieb drei Tage.Am Morgen des dritten Tages kam er ins südliche Zimmer.Er kam nicht, um Elin zu sehen. Sie war mit Mara im Garten. Mara trug sie auf ihre besondere Art auf einer Hüfte, mit dem Gesicht nach außen, damit sie alles sehen konnte. Alaric wusste, dass sie nicht im Zimmer war. Er war wegen des Zimmers selbst gekommen.Ich ordnete gerade das Regal neu und verschob die Ordner mit der Korrespondenz, um Platz für die Bücher zu schaffen, die Vane mitgebracht hatte. Die Bücher von Elins Großmutter aus dem verschlossenen Zimmer. Da hörte ich ihn in der Tür stehen.Ich drehte mich zu ihm um.Er betrachtete das Fenster.„Darf ich?“, fragte er.„Ja“, sagte ich.Er kam herein, stellte sich in die Mitte des Zimmers und betrachtete das hohe Fenster, das Licht, das hindurchfiel, das Regal mit dem geschnitzten Pferd und den Boden aus demselben Stein wie im Rest der Hütte.Einen Moment lang sagte er nichts. Ich wartete.„Sie hat letzte Nacht hier geschlafen“, sagte er.„Ja
Last Updated: 2026-11-02
Chapter: Kapitel Einhundertelf
ZekeAlaric kam an einem Mittwoch an.Es gab keine Ankündigung. Keinen förmlichen Brief, der im Voraus geschickt worden war. Nur den Kurier, der am Donnerstag zuvor gekommen war und eine einzige Zeile in Alarics Handschrift überbracht hatte. Darin stand, dass er am folgenden Mittwoch im Shadow Woods eintreffen würde. Er fragte, ob das in Ordnung sei.Savannah hatte den Brief gelesen und Ja gesagt, noch bevor sie den Satz beendet hatte.Der Mittwoch kam. Der Ostpfad zeigte sich von seiner typischen Frühlingsseite. An den Rändern war der Boden weich, in der Mitte fest. Der Duft des alten Waldes lag in der Luft, als würde alles, was vier Monate lang unter dem Schnee gelegen hatte, gleichzeitig erwachen.Ich hörte die Pferde, bevor ich sie sah.Er kam mit zwei Wachen.Seit seinem Besuch im November sah er anders aus. Nicht schlechter. Einfach anders. So, wie Menschen anders aussehen, wenn sich zwischen zwei Begegnungen etwas in ihnen verändert hat.Er saß auf seinem Pferd wie ein Mann, de
Last Updated: 2026-11-01
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