
Als ich meinen Alpha verließ
DramaSchnelles TempoStarke weibliche HauptfigurAlphaLunaStarke FrauNach der ScheidungReueZweite Chance
Liana hat drei Jahre lang versucht, die perfekte Luna für einen Mann zu sein, der sie nie geliebt hat.
Sie kümmerte sich um Adrians Zuhause, stand bei Rudelzeremonien an seiner Seite und zog seinen kleinen Sohn auf, als wäre er ihr eigenes Kind. Sie ertrug seine Kälte, weil sie glaubte, dass er eines Tages erkennen würde, was sie ihm bedeutete.
Doch dann kehrt Adrians erste Liebe Mila zurück.
Liana sieht, wie sich Adrians Gesicht in Milas Gegenwart verändert. Sie sieht, wie Noah zu Mila läuft. Und sie erkennt, dass Adrian ihren Schmerz nicht einmal bemerkt.
Also hört sie auf zu warten.
Sie reicht die Scheidung ein, verlässt den Alpha-Wohnsitz und beginnt, sich ein eigenes Leben aufzubauen.
Adrian glaubt, dass sie zurückkommen wird. Schließlich ist sie immer zurückgekommen.
Doch diesmal tut sie es nicht.
Während Liana stärker wird, einen Job findet, neue Freundschaften schließt und eine Zukunft außerhalb des Rudels entdeckt, beginnt Adrian all das zu bemerken, was er jahrelang übersehen hat.
Ihre Abwesenheit verändert sein Zuhause. Ihre Stille verfolgt ihn. Und als ein anderer Mann beginnt, Interesse an der Frau zu zeigen, die Adrian für selbstverständlich hielt, erkennt er endlich, was er verloren hat.
Doch Liana ist nicht mehr die Frau, die darum gebettelt hat, geliebt zu werden.
Wenn Adrian sie zurückhaben will, muss er zuerst beweisen, dass er sie verdient.
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Chapter: Kapitel 6 – Mein eigenes LebenDie Buchhandlung roch nach altem Papier und frisch gemahlenem Kaffee aus der kleinen Maschine hinter der Theke. Ich stand fünf Minuten zu früh vor der Tür, mit einem Kribbeln im Magen, das ich seit Jahren nicht mehr gespürt hatte.„Sie müssen Liana sein.” Die Frau, die mir öffnete, war Mitte fünfzig, mit grauen Locken und einer Lesebrille, die an einer Kette um ihren Hals hing. „Ich bin Frau Berger. Kommen Sie rein, bevor Sie sich noch die Zehen abfrieren.”Die ersten Stunden verbrachte ich damit, das Kassensystem zu verstehen, das offenbar seit zwanzig Jahren nicht aktualisiert worden war, und die Regale nach einer Logik zu sortieren, die sich mir erst nach mehrmaligem Nachfragen erschloss. Zweimal tippte ich den falschen Preis ein, einmal legte ich ein Buch ins falsche Genre, was mir eine Kundin mit einem amüsierten Lächeln zurückmeldete.„Belletristik ist da drüben“, sagte sie und deutete auf das Regal gegenüber. „Aber keine Sorge, das passiert jedem am Anfang.”Ich entschuldigte m
Zuletzt aktualisiert: 2026-09-02
Chapter: Kapitel 5 – Er lässt mich nicht gehenCarolins Büro roch nach frischem Kaffee und Druckerpapier, und sie kam gleich zur Sache, kaum dass ich mich gesetzt hatte.„Adrians Anwalt hat gestern Abend ein Schreiben eingereicht“, sagte sie und schob mir eine Kopie über den Tisch. „Er beruft sich darauf, dass eine Scheidung innerhalb des Rudels der formalen Zustimmung des Rats bedarf, wenn einer der Partner Alpha ist. Das gibt ihm die Möglichkeit, das Verfahren zu verzögern, ohne offiziell etwas dagegen zu unternehmen.”„Wie lange?”„Wochen. Vielleicht Monate, wenn er es wirklich darauf anlegt.” Sie sah mich über ihre Brille hinweg an. „Ich sage Ihnen das nicht, um Sie zu entmutigen. Ich möchte nur, dass Sie wissen, worauf Sie sich einlassen. Eine Scheidung von einem Alpha ist nicht dasselbe wie eine gewöhnliche Trennung.”„Das war mir klar, bevor ich angefangen habe.” Ich faltete das Papier zusammen und steckte es in meine Tasche. „Ich ändere meine Meinung nicht, Carolin. Egal, wie lange es dauert.”Sie nickte, offenbar zufriede
Zuletzt aktualisiert: 2026-09-02
Chapter: Kapitel 4 – Ein Haus ohne michIch wachte auf und wusste für einen Moment nicht, wo ich war. Die Decke über mir war nicht die vertraute Schräge unseres Schlafzimmers, sondern glatt und weiß, mit einem Wasserfleck in der Ecke, den ich nicht kannte. Dann fiel es mir wieder ein. Elenas Gästezimmer. Mein Koffer, halb ausgepackt, auf dem Stuhl neben der Tür.Ich blieb liegen und wartete auf die vertraute Liste, die sich sonst jeden Morgen automatisch in meinem Kopf zusammensetzte. Adrians Hemden zum Reinigen bringen. Noahs Vesperdose für den Kindergarten vorbereiten. Die Nachricht an Beatrice wegen der Ratssitzung am Nachmittag. Die Liste kam nicht. Es gab nichts, worauf ich achten musste, niemanden, der auf mich wartete.Das Gefühl war seltsam. Nicht die Erleichterung, die ich erwartet hatte, und auch nicht die Leere, vor der ich mich gefürchtet hatte. Nur eine Art Stille, in die ich erst noch hineinfinden musste.Ich vermisste Adrian nicht. Das merkte ich, als ich an die Decke starrte und auf ein Ziehen wartete, das a
Zuletzt aktualisiert: 2026-09-02
Chapter: Kapitel 3 – Was ich mitnahmDie E-Mail kam um halb neun, während ich noch mit einer Tasse Kaffee am Küchentisch saß und den Kalender an der Wand betrachtete, auf dem in Adrians Handschrift die Termine des Rudelrats standen, die er nie selbst eingetragen hatte, weil ich das seit drei Jahren für ihn übernommen hatte.Betreff: Scheidungsverfahren – erste Unterlagen.Carolin hatte die vorläufigen Dokumente angehängt, zusammen mit einer kurzen Nachricht, in der sie erklärte, dass sie diese noch am selben Tag an Adrians Anwalt weiterleiten würde, sofern ich zustimmte. Ich las den Text zweimal, bevor ich antwortete. Meine Finger zitterten nicht, als ich tippte, was mich selbst überraschte.„Ja. Bitte schicken Sie es ab.”Ich klappte den Laptop zu und saß eine Weile still da. Draußen fing es an zu regnen, ein leiser, gleichmäßiger Regen, der gegen das Küchenfenster trommelte, und ich dachte, wie seltsam es war, dass sich ein Moment, den ich mir monatelang als Katastrophe vorgestellt hatte, jetzt einfach wie ein weiterer
Zuletzt aktualisiert: 2026-09-02
Chapter: Kapitel 2 – Die EntscheidungDas Bett neben mir war leer, als ich am Morgen aufwachte. Ich lag eine Weile still da und betrachtete die glatte, unberührte Decke auf Adrians Seite und wartete auf das vertraute Ziehen in der Brust, das dieser Anblick sonst auslöste.Es kam nicht.Stattdessen spürte ich etwas, das ich lange nicht mehr gespürt hatte. Ruhe. Als hätte etwas in mir über Nacht aufgehört zu kämpfen.Ich stand auf, zog mir einen Morgenmantel über und ging durch das Haus, das ich in den letzten drei Jahren zu meinem gemacht hatte, obwohl es nie wirklich meins gewesen war. Die Vorhänge im Wohnzimmer hatte ich selbst ausgesucht, an einem Nachmittag, als Adrian auf einer Ratsreise gewesen war und ich mich zu sehr gelangweilt hatte, um zu warten, bis er Zeit fand, sich dafür zu interessieren. Die Fotos an der Wand im Flur zeigten Noah in verschiedenen Altersstufen, seinen ersten Schultag, sein Grinsen mit der Zahnlücke, das ich mit meinem eigenen Handy fotografiert hatte, weil Adrian an dem Tag in einer Sitzung
Zuletzt aktualisiert: 2026-09-02
Chapter: Kapitel 1 – Der Blick, der alles verrietDer Festsaal des Rudels war heute Abend heller erleuchtet als sonst, mit Kerzen auf jedem Tisch und frischen Tannenzweigen an den Wänden, die nach Winter rochen. Adrian hatte darauf bestanden, dass wir zu diesem Treffen gemeinsam erscheinen. Als seine Luna, hatte er gesagt, gehöre ich an seine Seite.Ich stand also neben ihm, meine Hand locker in seiner, während die Ältesten des Rudels an uns vorbeizogen, um ihm die Hand zu schütteln und mir zuzunicken. Nach außen sah es aus wie das, was es sein sollte. Der Alpha und seine Frau, verbunden, stark, ein Bild von Einheit.Ich hatte gelernt, mich mit diesem Bild zufriedenzugeben.„Du siehst müde aus“, sagte Adrian, ohne mich anzusehen. Sein Blick war bereits auf die Tür gerichtet, auf die Neuankömmlinge, die gerade eintraten.„Mir geht es gut“, antwortete ich, obwohl ich in der vergangenen Nacht kaum geschlafen hatte, weil Noah wieder Alpträume gehabt hatte und ich bis drei Uhr morgens neben seinem Bett gesessen war.Adrian hätte das wisse
Zuletzt aktualisiert: 2026-09-02